Teile eines Gedenkkranzes sind zu sehen. Foto: pixabay/symbolbild
Teile eines Gedenkkranzes sind zu sehen. Foto: pixabay/symbolbild

Ratingen.  Vor 80 Jahren wurde an der Stelle des heutigen Vodafone-Campus an der Rehhecke ein Zwangsarbeiterlager eröffnet. An dieses Lager soll ab November mit einer Gedenktafel des Heimatvereins erinnert werden. Die Stadt wird das Vorhaben auf Antrag von CDU und BU finanziell unterstützen.

Wo heute moderne Rechenzentren von Vodafone stehen, wurde vor 1943, also vor genau 80 Jahren, ein Zwangslager eröffnet. Die Arbeiter an der Rehhecke arbeiteten für Krupp in Essen und mussten dort schwere Arbeit verrichten. Auch nach Beendigung des Krieges blieben sie Staatslose und wurden für ihre Arbeit nicht honoriert. Der Lintorfer Heimatverein beabsichtigt anlässlich der Eröffnung vor 80 Jahren eine Gedenktafel an der Rehhecke zu installieren, benötigt hierfür jedoch finanzielle Unterstützung.

„Wir finden es richtig, dass an die Geschichte des Arbeiterlagers erinnert werden soll und haben das Thema daher kurzfristig gemeinsam mit der Bürger Union auf die politische Tagesordnung gebracht“, so Oliver Thrun, CDU-Fraktionsvize und Vorsitzender des Bezirksausschusses Lintorf/Breitscheid. Angela Diehl, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Bürger Union und Antragsinitiatorin, ergänzt: „Wir waren der Verwaltung sehr dankbar, als sie im Ausschuss signalisierte, die benötigten 1.000€ aus Kulturmitteln unproblematisch zur Verfügung zu stellen und somit die Errichtung der Tafel ermöglichen zu können.“

„Es ist wichtig, auf auch weniger bekannte historische Gegebenheiten aufmerksam zu machen und so diese in Erinnerung zu behalten“, sind sich Diehl und Thrun einig.