Eine Flamme brennt an einem Gasherd. Foto: pixabay
Eine Flamme brennt an einem Gasherd. Foto: pixabay

Ratingen. Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten beeinflusst derzeit die weltweiten Energie- und Rohstoffmärkte. Viele Menschen fragen sich, ob das auch Folgen für die Energiepreise und die Versorgung in Ratingen hat. Die Stadtwerke Ratingen geben einen Überblick.


Durch die militärischen Auseinandersetzungen stehe weltweit weniger Erdöl und Erdgas zur Verfügung. Gründe sind unter anderem Einschränkungen in der Straße von Hormus, einem wichtigen Transportweg für Öl und Gas und der Ausfall von LNG-Lieferungen aus Katar, wie die Stadtwerke Ratingen erklären. “Dadurch steigen die Preise für Öl und Gas und die Märkte reagieren mit starken Schwankungen”.

Nach Einschätzung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ist die Erdgasversorgung derzeit nicht gefährdet, denn: Deutschland bezieht den Großteil seines Gases aus Norwegen, den Niederlanden und Belgien. Der Anteil aus dem arabischen Raum ist sehr gering. Gut gefüllte Speicher und LNG-Importe aus anderen Ländern stabilisieren die Versorgung.

Für Bestandsverträge kaufen die Stadtwerke die benötigten Energiemengen frühzeitig über einen längeren Beschaffungszeitraum ein. Kurzfristige Preisschwankungen wirken sich daher nicht unmittelbar auf bestehende Preise aus. Die Strategie ist so ausgelegt, dass Kunden stets einen “fairen und soliden Tarif” erwarten können, so die Stadtwerke.

Indirekt hat der Konflikt dennoch Auswirkungen. Wenn Erdgas teurer wird, steigen oft auch die Strompreise, weil Erdgas in Deutschland zur Stromerzeugung genutzt wird. Sollte der Gaspreis länger hoch bleiben, könnten auch die Strompreise steigen.

Sollte die Krise noch länger andauern, kann sie sich bei zukünftigen Angeboten in höheren Preisen niederschlagen. “Wie genau sich die Preise entwickeln, lässt sich aktuell nicht sicher sagen”, so die Stadtwerke Ratingen. Dort beobachtet man die Marktlage, um entsprechend zu reagieren zu können.