Verabschiedung der fünf Ratinger Waldbrandbekämpfer. Foto: FW Ratingen
Verabschiedung der fünf Ratinger Waldbrandbekämpfer. Foto: FW Ratingen

Ratingen. Fünf Ratinger Einsatzkräfte sind am Sonntagmorgen gegen 5.30 Uhr nach Portugal verabschiedet worden. Die Brandschützer absolvieren dort eine Übung, um Waldbrände bekämpfen zu können. 

Die Reise ging dann für die Einsatzkräfte zunächst zum Sammelraum für alle eingesetzten Kräfte nach Bonn. Von dort geht es weiter. An der Zertifizierungsübung nehmen Feuerwehreinheiten aus Bonn, Düsseldorf, Königswinter, Leverkusen und Ratingen teil. „Sie bilden gemeinsam ein Waldbrandmodul im Europäischen Katastrophenschutzmechanismus“, wie die Ratinger Wehr berichtet.

Die Feuerwehren der Städte Bonn, Königswinter und Leverkusen haben im Jahr 2019 begonnen, ein Modul zur Waldbrandbekämpfung am Boden mit Fahrzeugen nach den Vorgaben des EU-Katastrophenschutz-Mechanismus aufzustellen. Das Ziel des Landes NRW ist, in allen Regierungsbezirken das Personal und das Material so ertüchtig zu haben, dass stets ein Modul des Landes NRW im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland in den internationalen Einsatz entsandt werden kann.

In Abstimmung mit dem Innenministerium NRW hat die federführende Feuerwehr Bonn 2022 die Feuerwehr Düsseldorf und die Feuerwehr Ratingen als Expansionspartner hinzugezogen.

„Diese Entscheidung ehrt die Feuerwehr Ratingen und würdigt die langjährigen Bemühungen in Ausbildung, Ausstattung und Taktik zur Vegetationsbrandbekämpfung“, so der Leiter der Feuerwehr René Schubert. Die Feuerwehr Ratingen beteiligt sich mit einem TLF 3000, einer Führungskraft und vier ehrenamtliche Einsatzkräften und qualifiziert dafür über 20 Einsatzkräfte. Die Kräfte müssen entsprechend der EU-Vorgaben die englische Sprache sprechen können, gute körperliche Fitness aufweisen und in der Lage sein, bei kurzer Vorlaufzeit zu typischerweise einwöchigen Einsätzen auszurücken.

Die Einsatzkräfte werden am 10. Mai zurück in Ratingen erwartet.