Ein Blick auf die Bahngleise in Neviges. Foto: Volkmann
Ein Blick auf die Bahngleise in Neviges. Foto: Volkmann

Düsseldorf/Velbert. Die DB Energie plant die Instandhaltung der im Jahr 1957 errichteten 110-kV-Bahnstromleitung BL 450 Gerresheim – Hagen. Sie verläuft auf einer Länge von rund 58 Kilometer durch die Regierungsbezirke Düsseldorf und Arnsberg, das bedeutet auch durch Velbert, und besteht aus 209 Masten.

Die Sanierung sei aufgrund des fortgeschrittenen Alters und der zunehmenden Korrosion des Maststahls nötig, um auch weiterhin die gesetzlichen Sicherheitsbestimmungen einhalten und die technische Betriebssicherheit gewährleisten zu können, teilt die Deutsche Bahn mit: „Im Rahmen der Instandhaltungsmaßnahme werden Fundamente und Masten sowie Leiterseile und Isolatoren ausgetauscht und dem aktuellen Stand der Technik angepasst“.

Zuvor müssen Planungen präzisiert und Unterlagen für die naturschutzrechtlichen Genehmigungen erstellt werden. Im Zuge dessen müssten Biotoptypenkartierungen sowie vereinzelt Vermessungsarbeiten zunächst im Abschnitt zwischen den Masten 3051 bis 3084 sowie bei den Masten 3095, 3126, 3141, 3160 und 3167 durchgeführt werden.

In Velbert ist der Mast 3095 nahe der Kreuzung der Elberfelder Straße und des Dillenberger Wegs in Neviges betroffen.

„Die Biotoptypenkartierungen in einem rund 100 bis 200 Meter breiten Untersuchungskorridor dienen dazu, die Vereinbarkeit des Vorhabens mit dem Naturschutz zu gewährleisten“, so die Deutsche Bahn. Dazu sei eine Inanspruchnahme der im Untersuchungskorridor befindlichen Flurstücke notwendig.

Die Biotoptypenkartierungen werden zwischen August und Oktober 2023 durchgeführt.

Die DB erklärt zum Ablauf: „Die Kartierungen werden zu einem großen Teil von öffentlich zugänglichen Wegen zu Fuß, mit dem Auto und dem Fahrrad durchgeführt. Zur genauen Erfassung von Vegetationsdetails kann es notwendig werden, einzelne Flurstücke zu betreten sowie private forst- und landwirtschaftliche Wege zu befahren. Bei der Durchführung der Kartierungen wird stets größtmögliche Rücksicht auf Wild- und Nutztiere, Feldfrüchte sowie verkehrstechnische, land- und forstwirtschaftliche sowie jagdliche Belange genommen. Die mögliche Inanspruchnahme der Grundstücke wird nicht über den gesamten Zeitraum stattfinden, sondern höchstens phasenweise und kurzzeitig. Es werden an den Grundstücken und Wegen keine Veränderungen vorgenommen, sondern lediglich der Ist-Zustand der Flora durch Fotos und Beschreibungen dokumentiert.“

Mit der Durchführung der Arbeiten wurde die Firma Omexom Hochspannung aus Hannover beauftragt. Die vor Ort tätige Firma kann sich durch ein entsprechendes Schreiben ausweisen.