
Velbert. Der schwarz-gelbe Feuersalamander gehört zu den besonderen Bewohnern der heimischen Wälder, doch sein Bestand ist zunehmend bedroht.
Anlässlich des Tages des Feuersalamanders am 3. September unterstützt die Stadt Velbert das NABU-Projekt „Zukunft des Feuersalamanders in NRW“ und macht damit auf den Schutz der Amphibienart und ihrer Lebensräume aufmerksam.
Neben dem Verlust geeigneter Lebensräume und Veränderungen des Wasserhaushalts stellt vor allem die sogenannte Salamanderpest eine große Gefahr für Feuersalamander dar, wie die Stadt Velbert mitteilt. „Ausgelöst wird sie durch den Pilzerreger Batrachochytrium salamandrivorans, kurz Bsal. Der auch als Salamanderfresser bezeichnete Erreger befällt die Haut der Tiere und kann zu einem schnellen und massenhaften Sterben führen. In weiten Teilen Europas hat Bsal bereits zu erheblichen Bestandsrückgängen geführt“.
Der Erreger kann auch durch Menschen, Fahrzeuge und Tiere unbeabsichtigt von einem Waldgebiet in ein anderes verschleppt werden. „Umso wichtiger ist es, die Tiere und ihre Lebensräume möglichst wenig zu stören und eine weitere Ausbreitung des Erregers zu vermeiden“, so die Verwaltung.
Vor allem bei einem Spaziergang im Wald lässt sich der Feuersalamander schützen. Waldwege sollten nicht verlassen und Gewässer nicht betreten werden, damit empfindliche Lebensräume und Rückzugsorte der Tiere erhalten bleiben. Feuersalamander sollten außerdem nicht angefasst oder aus ihrem Lebensraum entfernt werden.
Wer einen Feuersalamander entdeckt, kann die Beobachtung bei der regional zuständigen Biologischen Station Haus Brügel per Mail an norbert.tenten@bsdme.de melden. Die Daten helfen dabei, Vorkommen und Bestandsentwicklung zu erfassen und Schutzmaßnahmen gezielt zu planen. So kann dazu beigetragen werden, dass der schwarz-gelbe Schwanzlurch auch künftig in den Wäldern Nordrhein-Westfalens heimisch bleibt.

