Velbert. Die Fraktionen von CDU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP-Velbert Gemeinsam haben einen Antrag zur Überarbeitung der Friedhofssatzung der Technischen Betriebe Velbert (TBV) eingebracht. Ziel ist es, die Gestaltungsmöglichkeiten von Grabstätten behutsam weiterzuentwickeln und an veränderte Wünsche vieler Angehöriger anzupassen.
Kern des Antrags ist eine Lockerung der bislang sehr restriktiven Vorgaben zur individuellen Grabgestaltung. Künftig sollen insbesondere Grabgestaltungen aus natürlichen oder biologisch abbaubaren Materialien ausdrücklich ermöglicht werden – sofern sie die Würde des Ortes wahren und weder durch Licht- noch durch Geräuschimmissionen andere Friedhofsbesucher beeinträchtigen.
Darüber hinaus regen die Fraktionen an, bis zur Verabschiedung einer neuen Satzung
ordnungsrechtliche Maßnahmen wegen abweichender Grabgestaltungen mit Augenmaß zu
handhaben, solange keine unmittelbare Gefahr besteht.
Dazu Tobias Horn, CDU-Mitglied im Verwaltungsrat der technischen Betriebe: „Die Bestattungskultur hat sich in den vergangenen Jahren spürbar verändert. Viele Menschen wünschen sich individuellere Formen des Erinnerns und Gedenkens. Unsere Friedhöfe sollen dieser Entwicklung gerecht werden, ohne die Würde des Ortes zu verlieren. Mit einer modernen und klaren Satzung schaffen wir einen verlässlichen Rahmen für Angehörige und Verwaltung gleichermaßen“.
Die Friedhofsverwaltung wird beauftragt, dem Verwaltungsrat der TBV bis zur nächsten Sitzung eine überarbeitete Fassung der Satzung vorzulegen, die anschließend politisch beraten und beschlossen werden soll.


