Die Netzballerin Liva Yildiz gewann ihr Einzel mit 6:4, 5:7 und 10:4 für ihr Team. Foto: NBV
Die Netzballerin Liva Yildiz gewann ihr Einzel mit 6:4, 5:7 und 10:4 für ihr Team. Foto: NBV

Velbert. Auch beim zweiten Spiel in der dritthöchsten deutschen Spielklasse, der Regionalliga, bleiben die ersten NBV-Damen noch ohne Spielgewinn. Die Gegnerinnen vom großen Verein RTHC Bayer Leverkusen waren letztlich zu stark.

„Uns fehlen mit Marina Bassols und Cindy Burger unsere Nummer eins und zwei“, nennt Mannschaftsführerin Lauren Wagenaar einen Grund für die zweite Niederlage. „Mit den beiden auf den vorderen Positionen hätten wir deutlich bessere Chancen“, ist sich die 31-jährige Velberterin und Nummer drei der Damen 30 ITF-Weltrangliste sicher. Die beiden Top-Spielerinnen waren bisher aus Zeitgründen verhindert., da sie bei anderen Turnieren im Einsatz waren. Vor allem Bassols spielt als Nummer 124 der WTA-Weltrangliste regelmäßig bei Masters oder sogar Grand Slam Turnieren mit.

Wagenaar selbst hatte sich einen tollen Kampf mit ihrer Leverkusener Gegnerin Sara Akguen an Position fünf geliefert. Den ersten Durchgang hatte sich Wagenaar dabei mit 7:6 im Tie Break gesichert. Im zweiten Satz gewann dann Akguen die Oberhand und den Satz mit 6:1. Im Match Tie Break unterlag die Netzballerin schließlich mit 6:10.

Sehr stark spielte die Netzballerin Liva Yildiz auf. Den ersten Satz holte sie sich mit 6:4 gegen Katharina Rath, die vor zwei Jahren Vize-Mannschafts-Weltmeisterin der Damen 30 geworden ist. Den sehr engen zweiten Durchgang verlor Yildiz mit 5:7, konnte sich dann aber mit 10:4 im Match Tie Break durchsetzen.

Im Spitzeneinzel trat die niederländische Nummer eins des Netzballvereins, Gabriela Mujan gegen die erst 16-jährige Karla Bartel an. Trotz ihres noch jungen Alters dominierte Bartel mit sehr harten Schlägen das Match und gewann mit 6:3, 6:2. Das junge Tennistalent gehört seit diesem Jahr zum Nachwuchskader 1 des Deutschen Tennis Bundes und zählt damit deutschlandweit zu den besten Spielerinnen ihres Jahrgangs.

Shura Poppe, Justine Pysson und Polina Gubina verloren jeweils in zwei Sätzen. Für die 20-jährige Ukrainerin Polina Gubina war es das erste deutsche Medenspiel überhaupt. Sie war kriegsbedingt aus ihrem Heimatland geflüchtet und spielt seit dieser Saison für den Netzballverein. „Wir sind froh, dass sie sich in Deutschland so gut integriert hat und mit viel Spaß Teil unserer Mannschaft ist“, so Team-Manager Thomas Ihlo.

Nach dem 1:5 Rückstand aus der Einzelrunde konnten Mujan und Pysson dann aber das erste Doppel gegen Bartel und Rath recht glatt mit 6:2, 6:3 gewinnen. Das zweite Doppel mit Poppe und Gubina war hart umkämpft. Die beiden Netzballerinnen verloren erst im Match Tie Break mit 7:6, 2:6 und 7:10. Yildiz und Wagenaar unterlagen mit 3:6, 2:6 zum 2:7 Gesamtergebnis.

Die NBV-Damen hatten bei ihrem ersten Auftritt in der Regionalliga am heimischen Kostenberg viel Unterstützung bekommen: Zahlreiche NBV-Mitglieder und Tennisfreunde aus benachbarten Vereinen waren gekommen und freuten sich hochklassige Tennismatches direkt vor ihrer Haustür zu sehen zu bekommen. Zwischenzeitlich mussten die Spiele wegen starken Regens in die Halle verlegt werden, aber auch hier verfolgten noch zahlreiche Zuschauer die spannenden Duelle.

Nach der Niederlage waren die NBV-Damen zwar etwas enttäuscht, aber es machte sich auch schnell wieder Optimismus und Vorfreude auf das nächste Spiel breit: „Uns bleibt nicht viel Zeit bis zum nächsten Spiel am Sonntag, da geht das Training direkt weiter“, erklärt Mannschaftsführerin Lauren Wagenaar. „Wir freuen uns schon sehr, darauf bei einem so großen und renommierten Verein wie Rot Weiß Köln anzutreten. Wenn alles gut geht, werden wir dann auch auf den vorderen Positionen mit zusätzlicher Verstärkung aufschlagen können“, so Wagenaar.

Auch die ersten NBV-Herren mussten nach ihrem Auftaktsieg am vergangenen Wochenende eine Niederlage hinnehmen. Mit 3:6 unterlagen sie in der ersten Verbandsliga Treudeutsch Lank. Die Punkte für den NBV holten Oliver Bodenröder und Matthieu Wehner in den Einzeln und Tim van den Dijssel mit Bodenröder im Doppel.

Einen 6:0 Kantersieg hingegen erspielte sich die gemischte U10 Mannschaft in der Bezirksliga im Lokalderby gegen Blau Weiß Heiligenhaus. Die Punkte in den Einzeln sicherten Paul Benedict Schoch, Johannes Gronemeyer, Nisa Dogru und Leni Schäfer, in den Doppeln Leonard Mahr mit Jan Pototzki und Muriel Regina Scheffler mit Nisa Dogru.