
Velbert. Die Sparkasse Hilden-Ratingen-Velbert (HRV) blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück: Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten steigerte das Institut seine Bilanzsumme auf 4,2 Milliarden Euro, verzeichnete ein deutliches Plus im Kredit- und Einlagengeschäft und plant eine Gewinnausschüttung von zwei Millionen Euro an ihre Trägerstädte.
In einem Umfeld, das von wirtschaftlicher Stagnation, einer hohen Zahl an Firmeninsolvenzen und politischer Unsicherheit in Folge der amerikanischen Zollpolitik geprägt war, hat die Sparkasse HRV das Geschäftsjahr 2025 mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen. Wie der Vorstandsvorsitzende Udo Zimmermann im Rahmen der Bilanzvorstellung erläuterte, konnte das Institut in fast allen Geschäftsbereichen zulegen. Die Menschen in der Region suchten in einer volatilen Zeit verstärkt die Sicherheit eines verantwortungsvollen Finanzpartners, was sich unmittelbar in den Geschäftszahlen widerspiegele.
Bilanzsumme und Kreditgeschäft auf Wachstumskurs
Die durchschnittliche Bilanzsumme stieg auf gerundet 4,2 Milliarden Euro an und übertraf damit das Vorjahresniveau. Besonders deutlich zeigte sich die Dynamik im Kreditgeschäft, das trotz der schwierigen Rahmenbedingungen um 2,8 Prozent wuchs. Insgesamt vergab die Sparkasse neue Kredite in einer Gesamthöhe von 447 Millionen Euro. Der Schwerpunkt lag hierbei auf dem gewerblichen Bereich und hier besonders bei Investorenfinanzierungen. Zimmermann betonte dabei die Bedeutung nachhaltiger Geschäftsbeziehungen und die Rolle der Sparkasse als Berater, der Unternehmen auch in schwierigen Phasen unterstütze.
Immobilienmarkt und Baufinanzierung bleiben stabil
Auch der Wunsch nach Wohneigentum blieb ungebrochen. Die Sparkasse HRV konnte ihre Position als führender Immobilienmakler im Kreis Mettmann behaupten und vermittelte 105 Objekte mit einem Gesamtvolumen von fast 32 Millionen Euro. Im Bereich der Baufinanzierung wurden Kredite über 97,3 Millionen Euro zugesagt. Ein auffälliger Trend war die gesteigerte Nachfrage nach staatlichen Fördermitteln im Wohnungsbau, deren Volumen nach Sparkassenangaben um mehr als 75 Prozent zunahm.
Strukturwandel bei der Geldanlage
Der private Konsum in Deutschland hat zugenommen, was auf gestiegene Einkommen aber auch eine gesunkene Sparquote zurückzuführen ist. In diesem Umfeld hat die Sparkasse einen Wandel im Anlageverhalten ihrer Kunden festgestellt. Während klassische Einlagen (z.B. Tagesgeld und Sparbriefe) um 3,6 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro wuchsen, gewannen Wertpapiere massiv an Bedeutung. Vorstandsmitglied Beate Händeler berichtete von einer gestiegenen Offenheit für Aktien und Fonds, was zu einem Gesamtwachstum des Kundengeschäftsvolumens von 4,7 Prozent führte.
Das Private Banking für vermögende Privatkunden und Unternehmer war mit einem Zuwachs von über 80 Millionen Euro im Mandatsgeschäft erfolgreich. Die Anlagespezialisten der Sparkasse managen im Rahmen der “Individuellen Vermögensverwaltung” und “Aktiven Depotbetreuung” nun Wertpapiervermögen von mehr als 400 Millionen Euro.
Digitalisierung und Nachhaltigkeit als Zukunftsthemen
Die Transformation zur digitalen Bank schreitet unterdessen weiter voran. Inzwischen werden 78 Prozent der Girokonten online geführt, und die Zahl der Nutzer der Sparkassen-App stieg um zehn Prozent auf rund 62.000. Beim bargeldlosen Bezahlen mit dem Smartphone ist ein Zuwachs von 20 Prozent zu verzeichnen.
Der in 2024 gestartete europäische Payment-Dienst “Wero” ist inzwischen an mehrere große deutsche Online-Shops angebunden, darunter beispielsweise Lidl, Hornbach oder Rossmann. Weitere Shops sollen in 2026 folgen.
Parallel dazu setzt das Haus auf ökologische Verantwortung. So wurden weitere Standorte mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet, um den Energiebedarf der Filialen klimaneutral zu decken. Auch für Firmenkunden wurden spezielle Beratungsformate zum Thema „Green Economics“ etabliert, die auf eine sehr positive Resonanz stießen.
Ein starker Partner für die Region
Vom wirtschaftlichen Erfolg der Sparkasse profitieren auch die Trägerstädte unmittelbar. Der Vorstand plant für das Jahr 2025 eine Gewinnausschüttung von zwei Millionen Euro an Hilden, Ratingen und Velbert. Darüber hinaus flossen rund 750.000 Euro in Form von Spenden, Sponsoring und Stiftungsmitteln an rund 300 lokale Einrichtungen.
Mit 567 Beschäftigten und einer hohen Ausbildungsquote bleibt die Sparkasse zudem einer der bedeutendsten Arbeitgeber der Region und investiert massiv in die Qualifikation und Gesundheit ihrer Mitarbeitenden.

