Velbert. Die SPD Velbert kritisiert Überlegungen der Stadt Velbert, im Rahmen der Haushaltsberatungen die bisherige Aufstockung des Schokotickets zum Deutschlandticket für Schülerinnen und Schüler zu streichen. Aus Sicht der SPD wäre das ein falsches Signal an Kinder, Jugendliche und Familien in Velbert.
Bisher konnten anspruchsberechtigte Schülerinnen und Schüler nicht nur das klassische Schokoticket nutzen, sondern von einer Erweiterung zum Deutschlandticket profitieren. Damit waren sie deutlich flexibler unterwegs und konnten auch über die Grenzen einzelner Verkehrsverbünde hinaus Busse und Bahnen deutschlandweit nutzen. Diese Erweiterung soll nun offenbar gestrichen werden.
„Gerade in Nordrhein-Westfalen, wo wir durch die verschiedenen Verkehrsverbünde kein anderes einheitliches Ticket haben, ist das eine große Einschränkung. Für viele Schülerinnen und Schüler bedeutet Mobilität nicht nur der Weg zur Schule, sondern auch der Weg zu Freizeitangeboten, Vereinen, Freundinnen und Freunden oder zur Familie“, erklärt Matthias Gohr, Schulpolitiker der SPD Velbert.
Die SPD Velbert warnt davor, bei der Mobilität junger Menschen vorschnell den Rotstift anzusetzen. Gerade Jugendliche seien darauf angewiesen, den öffentlichen Nahverkehr unkompliziert und bezahlbar nutzen zu können. Mobilität sei ein wichtiger Bestandteil von Teilhabe, Selbstständigkeit und Chancengerechtigkeit. Aus Sicht der SPD Velbert sollte die Stadt die geplante Streichung daher noch einmal überdenken. Einsparungen im Haushalt dürften nicht dazu führen, dass junge Menschen in ihrer Mobilität und gesellschaftlichen Teilhabe eingeschränkt werden.
„Wer junge Menschen ernst nimmt, muss ihnen auch ermöglichen, sich selbstständig zu bewegen. Das Deutschlandticket ist dafür ein wichtiger Baustein. Deshalb werben wir dafür, dass an der bisherigen Regelung festzuhalten“, so Arshad abschließend


