Velbert. Nach dem 6:2-Erfolg gegen Mainz ist dem SV Union Velbert mit dem Unentschieden gegen TV 1879 Hilpoltstein ein weiteres Erfolgserlebnis gelungen. In Hilpoltstein hatten die Unioner 4:6 verloren.
Beide Mannschaften konnten nicht in Bestbesetzung antreten: beim Gastgeber fehlte neben dem jungen Iraner Benyamin Faraji weiterhin der verletzte Manuel Prohaska. Unerwartet war auch Wim Verdonschot dabei, der erst am Sonntagmorgen von einem Turnier in Indien zurückgekehrt war und nach kurzem Schlaf signalisierte, mitspielen zu wollen.
Bei den Gästen war Routinier Alexander Flemming nicht dabei, dafür aber die Nummer eins, Hayato Miki, der in der Hinrunde nur zweimal mitwirkte.
Die Velberter hatten die Doppel umgestellt: Limonov/Köchling hielten gegen das erste Duo der gestern zunächst gut mit, konnten aber eine 0:3-Niederlage nicht vermeiden. Bei Verdonschot/Walter lief es zunächst gar nicht und nach zwei klar verlorenen Sätzen deutete wenig auf einen Erfolg hin. Nach dem 11:9 im dritten Satz fanden die Hausherren besser ins Spiel gewannen die Partie noch im fünften Durchgang. Im Einzel hatte Verdonschot einen guten Start mit einer 2:0-Satzführung, musste aber seinem Gegner Mathias Danzer das 2:2 gestatten. Am Ende war er entschlossener und gewann 3:2. Am anderen Tisch führte auch Anton Limonov gegen Miki mit 2:0, über den 2:2-Ausgleich konnte sich der Velberter aber am Ende mit 11:6 behaupten. Nach der unerwarteten 3:1-Führung gab es im unteren Paarkreuz für Timi Köchling, erstmals nach Verletzung wieder im Einsatz und Karl Walter glatte Niederlagen und die Gäste konnten zum 3:3 ausgleichen.
Verdonschot musste erneut hart kämpfen und man merkte ihm die Belastung der vergangenen Tage duchaus an. Mit etwas Glück und dem größeren Siegeswillen bezwang er auch Miki mit 3:2. Limonov zeigte gegen Danzer, gegen den er im Hinspiel unterlegen war, eine starke Leistung und gewann mit 3:0. Damit hatten die Unioner bereits ein Remis sicher. Die Hoffnungen auf einen Sieg erfüllten sich aber nicht, da Köchling und Walter trotz verbesserter Leistung knapp unterlegen waren und die Gäste noch zum 5:5 ausgleichen konnten. Für die Velberter sollte der vorher nicht erwartete Punktgewinn neues Selbstvertrauen für die nächsten Spiele bringen.
Velberter Noah Hersel gewinnt Ranglistenturnier
In Mallersdorf-Pfaffenberg (Niederbayern) startete der Velberter Noah Hersel als einer von vier Aktiven des Westdeutschen Tischtennis-Verbandes beim Bundes-ranglistenturnier TOP 16.
Nach der Vorrunde lag der Unioner mit 6:1 Spielen auf Platz eins seiner Gruppe und zog mit drei anderen Aktiven in die Endrunde um die Plätze eins bis acht ein. Er hatte nur gegen Chris Andersen (DJK Germania Lenkerbeck) 2:3 verloren. Andersen hatte eine Bilanz von 5:2 erzielt wie auch Kazuto Itagaki (TSV Bad Königshofen/Bayern). Als Vierter kam Maris Miethe (TSV Heisede/Niedersachsen) in die Endrunde, der gegen Hersel nur knapp mit 2:3 unterlegen war.
Im Kampf um die vorderen Plätze blieb Hersel dann ungeschlagen. Neben einem knappen 3:2 gegen den späteren Achten Tom Wienke (TSV Nieder-Ramstadt/TTV Hessen) imponierte er bei den Begegnungen gegen die stark eingeschätzten Rivalen Matej Haspel (SV DJK Kolbermoor/Bayern), Friedrich Kühn von Burgsdorff (Post SV Gütersloh) und Jamal Oudriss (TV Refrath), die er allesamt mit 3:0 besiegte. Diese gute Leistung wurde dann mit Platz eins und dem Ranglistensieg belohnt, worüber sich auch SVU-Trainer Teo Yordanov freute, der das Union-Talent in Bayern betreute.


