
Velbert. Die Fraktionen von CDU, Bündnis 90/Die Grünen sowie VG-FDP im Rat der Stadt Velbert haben für die kommenden Sitzungen des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration sowie des Haupt- und Finanzausschusses eine gemeinsame Anfrage zur Arbeit des Büros zur Beratung für Menschen aus Südosteuropa (SOE-Büro) gestellt. Ziel ist es, mehr Transparenz über Aufgaben, Wirkung und Ressourcen des Angebots zu schaffen.
Integration bleibt eine zentrale kommunale Aufgabe. Aus Sicht der antragstellenden Fraktionen braucht es dafür neben engagierten Strukturen auch klare Zieldefinitionen, nachvollziehbare Kennzahlen und eine transparente Einordnung in das bestehende Beratungs- und Integrationsnetzwerk der Stadt.
Mit ihrer Anfrage bitten die Fraktionen die Verwaltung unter anderem darzustellen, welche konkreten Aufgaben das SOE-Büro aktuell übernimmt, welche Unterstützungsbedarfe erreicht werden und welche messbaren Ergebnisse bislang erzielt wurden – etwa in den Bereichen Arbeit, Wohnen, Schule oder Sprachintegration. Ebenso soll aufgezeigt werden, wie sich die Nachfrage entwickelt hat und wie das Angebot organisatorisch von anderen Beratungsstellen abgegrenzt wird.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie vorhandene Ressourcen möglichst wirksam eingesetzt werden können. Dazu sollen erstmals auch Kennzahlen zu Personal- und Sachkosten sowie – soweit möglich – zu Kosten pro Beratungsfall vorgestellt werden.
Christian Köppen, integrationspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, erklärt dazu:
„Integration gelingt dort am besten, wo Angebote klar strukturiert sind und ihre Wirkung nachvollziehbar ist. Uns geht es ausdrücklich nicht um grundsätzliche Kritik, sondern um eine transparente Grundlage für politische Entscheidungen. Wir wollen wissen, was gut funktioniert, wo es Herausforderungen gibt und wie vorhandene Mittel möglichst zielgerichtet eingesetzt werden können.“

