Stadtarchivar Dr. Ulrich Morgenroth, Tobias Glittenberg von der Gruppe "Zeitlos" und Beigerodneter Gerno Böll haben die Vereinbarung unterzeichnet. Foto: Mathias Kehren
Stadtarchivar Dr. Ulrich Morgenroth, Tobias Glittenberg von der Gruppe "Zeitlos" und Beigerodneter Gerno Böll haben die Vereinbarung unterzeichnet. Foto: Mathias Kehren

Velbert. Insgesamt 41 sogenannte Stolpersteine erinnern in Velbert an die Opfer des Nationalsozialismus. Zukünftig sollen weitere verlegt werden, so die Stadtverwaltung. Dafür wurde eine Kooperationsvereinbarung mit neuen Kriterien zur Verlegung unterzeichnet.

„Es soll unter anderem sichergestellt werden, dass die Stolpersteine auch an den Orten platziert werden, die einen direkten Bezug zu den Opfern haben“, so der Erste Beigeordnete Gerno Böll im Rahmen der Unterzeichnung.

Gemeinsam mit dem Stadtarchiv Velbert hat sich die Recherchegruppe „Zeitlos“ als Teil des Bergischen Geschichtsvereins Velbert Hardenberg auf drei Kriterien geeinigt.

„Der Stolperstein muss einem Opfer des Nationalsozialismus gewidmet und vorrangig vor dessen letzten frei gewählten Wohnort – bevorzugt dem Hauseingang – verlegt sein. Im Vorfeld ist außerdem eine wissenschaftlich fundierte Quellenrecherche vorgesehen, die durch einen Vereinbarungspartner überprüft wird“, erklärt Dr. Ulrich Morgenroth, Leiter des Stadtarchivs.

Für die Koordination der „Stolpersteine“ ist die Recherchegruppe „Zeitlos“ zuständig, die durch die Kunstaktion „Stolpersteine“ damit betraut wurde.

Die Steine werden über Patenschaften von Privatpersonen, Vereinen, Schulklassen, Verbänden oder auch Firmen und Institutionen finanziert. Wer das Projekt unterstützen möchte, findet Informationen online unter www.stolpersteine-velbert.de.