Am Stammtisch in den Kutschstuben wird diskutiert. Foto: BV Düssel
Am Stammtisch in den Kutschstuben wird diskutiert. Foto: BV Düssel/Archiv

Wülfrath. Der Bürgerverein Düssel hatte seinen vierten Stammtisch des Jahres abgehalten. Top-Thema war dabei ein Brunnen für das Dorf. 

Knapp 20 Teilnehmende kamen in den den Kutscherstube zusammen, um über Aktuelles und die Lage im Dorf zu diskutieren. Themen waren laut Bürgerverein kommende Veranstaltungen, darunter die Fahrradtour rund um Wülfrath am 9. Juli, das Scheunenfest am 6. August mit Musik von Dr. Mojo sowie der Ausflug zur Alten Drogerie Meinken in Herne-Crange  am 3. September.

„Breiten Raum nahm die Diskussion um einen Brunnen für den Dorfplatz ein“, schreibt Vereinspressewart Reinhart Hassel. Eine Anregung für einen Brunnen scheiterte Nachdem bereits vor einigen Jahren an den zu hohen Kosten. Durch die Installation eines Hydranten der Stadtwerke Wülfrath auf dem Dorfplatz tut sich nun eine Chance auf: „Wasser ist nun da, der BV Düssel kann diesen Hydranten sowohl für einen Brunnen als auch für Feste auf dem Dorfplatz nutzen“, so Hassel.

Ein Trinkwasserbrunnen wird es aus Umweltschutz- und Kostengründen allerdings wahrscheinlich nicht. „Angedacht ist nun ein Brunnen mit einer Umwälzpumpe, der allerdings kein Trinkwasser bietet, aber als Hingucker ein Leuchtturm auf dem Dorfplatz sein kann“, fasst Hassel zu den Stammtischdiskussionen zusammen. „Da auch eine solcher Brunnen ganz erhebliche Investitionen erfordert, ist die Umsetzung leider noch nicht beschlossen. Es sind Kosten in Höhe eines mittleren vierstelligen Betrages zu stemmen“.

Ohne Sponsoren ist das ein echter Kraftakt für den Bürgerverein, aber „alle sind optimistisch“, hieß es.

Peter Delvos, Ideengeber für die Verschönerung des Telekomverteilerkastens an der Ecke Dorf-/Tillmannsdorfer Straße, überraschte mit weiteren Plänen: Er nimmt weitere Kästen ins Visier, die man „künstlerisch verschönern könnte“. Seine Idee: Auf jeden Kasten passen rund 20 Gesichter, entweder naturrealistisch oder künstlerisch gestaltet. Mit einem Betrag von 80 Euro pro Gesicht oder Bild sei ein solches Projekt darstellbar. Das Projekt ist so angedacht, dass auch Düsseler ihre Haustiere verewigen lassen können.

Stefan Schneider, Geschäftsführer des BV Düssel: „Ich reserviere schon mal ein Bild für meine Katze“. Reinhart Hassel: „Und ich lasse mich als Panzerknacker oder Kater Carlo ablichten.“

Ende August startet von der Initiative „Wir für die Ukraine“ ein neuer Hilfstransport. Reinhart Hassel: „Den Bürgerverein hat eine Sachspende einer Privatperson von fünf gebrauchten Rollstühlen und fünf Rollatoren erreicht, die ‚Wir für die Ukraine“ gerne angenommen hat.“

Oliver und Inna Schlieper von der Initiative ergänzen: „Wir nehmen alles mit, was wir als Spende erhalten, und wenn es nur eine Dose Ravioli ist. Auch Kleinspenden sowohl als Geld- als auch als Sachspende sind überaus wertvoll.“