Am Sonntag findet ein Gedenken an die Corona-Verstorbenen statt. Foto: pixabay
Am Sonntag findet ein Gedenken an die Corona-Verstorbenen statt. Foto: pixabay

Wülfrath. Für Sonntag, 18. April, hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu einem gemeinsamen Gedenken an die an Corona-Verstorbenen aufgerufen. Die Hospizgruppe Wülfrath unterstützt die zentrale Gedenkfeier für die Toten der Corona-Pandemie in Deutschland und informiert über ihre Trauerangebote.

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„Corona hat neben den Einschränkungen im täglichen Leben die Situation trauernder Angehöriger noch einmal zusätzlich erschwert“, so Beate Krüger, Koordinatorin der Wülfrather Hospizgruppe. „Viele Menschen konnten vor allem im ersten Lockdown nicht bei ihren sterbenden Angehörigen sein. Beerdigungen finden häufig im kleinsten Kreis statt. Das tröstende Zusammensein danach ist auch kaum möglich, gleiches gilt für Besuche bei den Betroffenen. All das hinterlässt bei Trauernden unter Umständen tiefe Spuren.“

„Wir halten es für sehr wichtig, dass der Bundespräsident mit dem Gedenktag die Aufmerksamkeit auf das Leid der Angehörigen lenkt, und unterstützen die Aktion gern“, so Beate Krüger. „Denn wir sind nicht nur dafür da, schwerstkranken und sterbenden Menschen die letzte Zeit ihres Lebens ihren Vorstellungen entsprechend zu gestalten, genau hinzuhören und einfühlend zu begleiten. Wir sind ebenso für die Menschen da, die zurückbleiben und in ihrer Trauer Unterstützung suchen“. Das gelte auch und erst recht in Zeiten der Corona-Pandemie, meint die Koordinatorin der Hospizgruppe.

Während zu Beginn der Pandemie auch die Trauerangebote von den Einschränkungen betroffen waren, bietet die Hospizgruppe inzwischen für Betroffene wieder Trauergespräche an – unter Beachtung der Hygiene- und Schutzregeln. Das Trauercafé – eigentlich jeweils am vierten Sonntag im Monat – setzt hingegen noch aus, soll jedoch stattfinden „sobald es wieder möglich ist, sich zu treffen“, informiert Beate Krüger.