
Wülfrath. Bei einem Spaziergang durch Wülfrath sollten Frauen lernen, öffentliche Räume bewusst wahrzunehmen, unter anderem um über das Sicherheitsgefühl im Stadtgebiet ins Gespräch zu kommen. Eingeladen hatte die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wülfrath, Franca Calvano.
Durch den Abend führte Sandra Wagner aus dem Frauennetzwerk Wülfrath, die die Idee zu diesem Spaziergang eingebracht und das Konzept entwickelt hatte. Begleitet wurde der Rundgang außerdem von Petra Rosen-Edwards von der Seniorenvertretung Wülfrath sowie von Rahel Kafka vom SKFM Mettmann.
Während des Spaziergangs tauschten sich die Teilnehmerinnen über ihre Eindrücke aus und hielten an verschiedenen Orten inne, um darüber zu sprechen, wo sie sich wohlfühlen und wo möglicherweise Unsicherheiten entstehen.
Zum Abschluss des Spaziergangs im Generationenpark In den Banden gab Rahel Kafka den Teilnehmerinnen praktische Hinweise für mögliche Notsituationen. Vorgestellt wurden unter anderem Alarmsirenen wie ein Schrillalarm – eine spezielle Trillerpfeife, mit der man auf sich aufmerksam machen kann – sowie Apps zur Standortteilung und gegenseitigen Absicherung wie “Life360” oder “Familonet”.
Praktische Verhaltenstipps für bedrohliche Situationen gab es ebenfalls. So können Frauen beispielsweise ihr Handy an das Ohr halten oder jemanden tatsächlich anrufen, um das Sicherheitsgefühl zu erhöhen. In Lokalen oder Geschäften kann man um Unterstützung bitten oder Wege mit dem Taxi zurücklegen.
Bei heißem Tee tauschten sich die Teilnehmerinnen am Ende aus. Zudem wurden kleine Taschenlampen und Trillerpfeifen verteilt. “Als Resümee des Abends wurde deutlich, dass die Straßen und Wege in Wülfrath insgesamt gut beleuchtet sind. Die praktischen Hinweise und Übungen zur Selbstbehauptung wurden von den Teilnehmerinnen als hilfreich wahrgenommen”, so Franca Calvano.
Bei entsprechendem Interesse soll der selbstbewusste Frauenspaziergang im Herbst erneut angeboten werden.

