Sascha de Vries mit Michel Qissi. Foto: de Vries
Sascha de Vries mit Michel Qissi. Foto: de Vries

Wülfrath/Neuss. Sascha de Vries, der in Wülfrath im Kinderkarate aktiv ist, hat beim „Weekend of Hell“ in Neuss mehrere Actionfilm-Darsteller getroffen. Mit Leah Ayres und Michel Qissi ging es vor allem um Kinder, Werte und die Bedeutung von Kampfsport. Ein weiterer Kontakt führte bereits am Montag zu einem Treffen mit dem australischen Tour- und Managementprofi Dan Delts.


Auf der Leinwand ging es um harte Kämpfe. Beim persönlichen Austausch standen dagegen Kinder, Werte und Perspektiven im Mittelpunkt: Der zweifache Sportkarate-Weltmeister Sascha de Vries (50) traf beim Weekend of Hell in Neuss mehrere Darsteller des Kultfilms „Bloodsport“. Zu den Gästen gehörten Bolo Yeung, Leah Ayres und Michel Qissi. Yeung stand bereits 1973 gemeinsam mit Bruce Lee für „Enter the Dragon“ vor der Kamera und wurde später als Chong Li, Gegenspieler von Jean-Claude Van Damme in „Bloodsport“, international bekannt.

Besonders ausführlich tauschte sich de Vries mit Leah Ayres und Michel Qissi aus. Ayres spielte in „Bloodsport“ die Reporterin Janice Kent. Heute arbeitet sie unter dem Namen Leah Kalish im Bildungsbereich. Sie verfügt über einen Bachelorabschluss in Dance Education sowie einen Masterabschluss in Developmental Education und beschäftigt sich unter anderem mit Bewegung, Achtsamkeit und sozial-emotionalem Lernen für Kinder und Pädagogen. Entsprechend schnell fanden sich gemeinsame Themen. Im Gespräch ging es darum, wie Bewegung, klare Strukturen und Werte Kindern auch über den Sport hinaus Orientierung geben können.

Auch Michel Qissi, bekannt als Tong Po aus „Karate Tiger 3 – Der Kickboxer“, hob nach Angaben von de Vries im Gespräch die Bedeutung des Kampfsports für Kinder und Jugendliche hervor. Training könne jungen Menschen Struktur und Orientierung geben und dazu beitragen, sie von problematischen Einflüssen und von der Straße fernzuhalten. De Vries beschäftigt sich seit Jahren mit Sicherheits- und Präventionsthemen für Kinder und ist auch in Wülfrath im Kinderkarate aktiv

Beim Weekend of Hell lernte de Vries außerdem Dan Delts persönlich kennen. Noch auf der Veranstaltung vereinbarten beide, ihr Gespräch außerhalb des Convention-Trubels fortzusetzen. Bereits am Montag trafen sie sich zum gemeinsamen Essen in Köln. Delts steht hinter einer australischen Touring- und Managementfirma. Nach eigener Darstellung hat sein Unternehmen unter anderem Chuck Norris gehostet und Jean-Claude Van Dammes erstes „Untold Stories“-Abendevent veranstaltet. In Köln ging es um erste Ideen für Deutschland – von möglichen Starbesuchen und Veranstaltungen bis zu Film-, Dokumentations- und weiteren Medienprojekten. Konkrete Vereinbarungen gibt es bislang nicht.

Für de Vries knüpfen die aktuellen Begegnungen zugleich an seine eigene Kampfsportgeschichte an: Bereits 2001 traf er bei einer Weltmeisterschaft in Wien Don „The Dragon“ Wilson und Cynthia Rothrock, damals selbst als Teilnehmer im Umfeld des deutschen Nationalteams.

Was aus den neuen Kontakten entsteht, ist noch offen. Aus einem Wochenende mit bekannten Gesichtern der Kampfsportfilm-Geschichte wurden jedoch innerhalb weniger Tage bereits Gespräche darüber, welche Rolle Kampfsport auch für die nächste Generation spielen kann.