Das Rad war bis auf die Felge heruntergefahren. Foto: Polizei
Das Rad war bis auf die Felge heruntergefahren. Foto: Polizei

Wülfrath. Bei einer Verkehrskontrolle hat die Polizei am Mittwochmorgen, 15. Juli, in Wülfrath ein als verkehrsunsicher eingestuftes Auto aus dem Verkehr gezogen.


Gegen 9 Uhr führten die Beamten Verkehrskontrollen in der Kalkstadt durch, als ihnen ein Ford Fusion auffiel, der die Kontrollstelle mit einer ungewöhnlich starken Geräuschentwicklung passierte. Zudem sei ein deutlicher Geruch von verbranntem Gummi und Metall wahrnehmbar gewesen.

„Das Fahrzeug war zunächst außer Sicht geraten. Die Beamtinnen und Beamten konnten ihm jedoch anhand einer deutlich sichtbaren Schleifspur auf der Fahrbahn sowie des weiterhin wahrnehmbaren Geruchs folgen. Kurze Zeit später entdeckten sie den Ford Fusion erneut und stellten dabei zusätzlich Funkenflug aus dem linken hinteren Radkasten fest“, hieß es.

In einer Bushaltebucht an der Wilhelmstraße stoppte die Polizei das Fahrzeug schließlich. Bei der Kontrolle zeigte sich dann die Ursache der Geräuschentwicklung: Das linke Hinterrad war aufgrund einer blockierten Bremse vollständig festgesetzt. Während der Fahrt hatte sich zunächst der Reifen bis auf die Karkasse abgenutzt, anschließend schliff die Aluminiumfelge direkt über den Asphalt und hinterließ eine mehrere hundert Meter lange Schleifspur auf der Fahrbahn.

Der 74-jährige Fahrzeugführer erklärte gegenüber den Einsatzkräften, dass ihm bereits am Morgen aufgefallen sei, dass vermutlich die Bremse festsitze. Dennoch habe er sich von Wülfrath-Rodenhaus aus auf den Weg zu einer Werkstatt gemacht.

Aus Sicht der Polizei stellte der technische Defekt eine erhebliche Gefahr für die Verkehrssicherheit dar: „Ein blockiertes Rad beeinträchtigt das Brems- und Lenkverhalten eines Fahrzeugs erheblich und kann insbesondere in Gefahrensituationen dazu führen, dass das Fahrzeug nicht mehr kontrolliert werden kann“.

Die Weiterfahrt wurde dem 74-Jährigen untersagt. Das Fahrzeug durfte ausschließlich auf einem Abschleppwagen zur Werkstatt transportiert werden. Den Fahrer erwartet nun ein Bußgeld in Höhe von 135 Euro sowie ein Punkt im Fahreignungsregister.