Bildauszug aus einem Plakat ("Stolz läuft auch abgelaufenen Sohlen weiter") der Kampagne. Bild: Kreis Mettmann
Bildauszug aus einem Plakat ("Stolz läuft auch abgelaufenen Sohlen weiter") der Kampagne. Bild: Kreis Mettmann

Wülfrath. Der Kreis Mettmann hat gemeinsam mit den zehn kreisangehörigen Städten unter dem Motto: „Altersarmut ist keine Schande. Wegsehen schon“ am Montag, 5. Oktober, eine neue Kampagne gestartet. Ziel ist es, die versteckte Altersarmut mehr in den Blick zu nehmen, aus der Tabuzone zu holen und den betroffenen Menschen den Zugang zu Beratung und Unterstützung zu erleichtern.


Mit breit angelegten Informationen auf Plakaten und Postkarten sollen kreisweit nicht nur diejenigen Menschen erreicht werden, die bereits an die sozialen Beratungs- und Hilfesysteme angebunden sind, sondern genau die, die aufgrund von fehlenden Informationen, aus Scham oder aus sonstigen Gründen bestehende Ansprüche nicht geltend machen konnten oder wollten.

Der Kreis Mettmann macht in diesem Zusammenhang auf ein telefonisches Beratungsangebot aufmerksam, das unter Tel.: 02104/99 2121 die Möglichkeit bietet, sich vertraulich und rund um die persönliche finanzielle Situation an das Kreissozialamt zu wenden.

Der ebenfalls abgebildete QR-Code führt zu einer eigens eingerichteten Internetseite des Kreises Mettmann, auf der weitere Informationen und Kontaktdaten zu finden sind.

Die klare Botschaft ist, dass der Einsatz und die Arbeit der jetzt älteren Menschen diesen Kreis geprägt haben. Wer so viel gegeben hat, muss heute um nichts bitten.

„Das Thema Altersarmut bewegt. Wer aus Scham oder Unwissenheit keine Unterstützung in Anspruch nimmt, kann möglicherweise nur eingeschränkt am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Im schlimmsten Fall droht sogar die Vereinsamung. Umso wichtiger ist es, zu informieren, zu beraten und Unterstützungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Dabei müssen wir auch neue Wege gehen, um die Menschen zu erreichen, die Unterstützung benötigen. Genau hier setzt die Informationskampagne an“, betont Bürgermeister Sebastian Schorn.