Hilden verteidigte effizient und konnte am Ende die Null halten - gegen Bocholt holte das Team somit den ersten Punkt der neuen Saison. Foto: VfB Hilden
Hilden verteidigte effizient und konnte am Ende die Null halten - gegen Bocholt holte das Team somit den ersten Punkt der neuen Saison. Foto: VfB Hilden

Hilden. Der VfB Hilden ist mit einem starken Auftritt in seine erste Saison in der Regionalliga West gestartet. Gegen den 1. FC Bocholt erkämpften sich die Hildener am ersten Spieltag ein 0:0 und damit den ersten Regionalliga-Punkt der Vereinsgeschichte.


Die Gäste aus Bocholt begannen druckvoll und suchten bereits früh den Weg nach
vorne. Hilden verteidigte jedoch aufmerksam und brachte den Ball nach dem ersten
Angriff wieder sicher aus der Gefahrenzone. Auch der VfB setzte schnell ein erstes
Zeichen: Bereits in der dritten Minute kam die Mannschaft bis vor das Bocholter Tor,
wurde dort jedoch noch rechtzeitig gestoppt.

Bocholt hatte in der Anfangsphase mehr Ballbesitz und sorgte mit seinem Tempo
immer wieder für Druck. Der VfB hielt jedoch geschlossen dagegen und ließ nur
wenige klare Möglichkeiten zu. Als die Gäste gefährlich vor das Tor kamen, klärten
Phil Zimmermann und Len Heinson gemeinsam. Wenig später war Torhüter
Yannic Lenze bereits aus seinem Tor gekommen, doch Nick Sangl entschärfte die
Situation aufmerksam.

Auch offensiv suchte Hilden immer wieder den schnellen Weg nach vorne. Ein
vielversprechender Angriff wurde zunächst vor dem Abschluss gestört, die
anschließende Ecke brachte jedoch keine Torchance. Auf der anderen Seite
verteidigte der VfB weiterhin konsequent. Maximilian Wagener klärte nach einem
Bocholter Einwurf in Tornähe, bevor es in der 23. Minute zu einer intensiven Szene
kam: Pascal Weber startete einen schnellen Angriff, während der gegnerische
Torhüter weit aus seinem Tor kam. Beide prallten zusammen und blieben zunächst
am Boden liegen, kurz danach konnte die Partie aber fortgesetzt werden.
Die beste Hildener Möglichkeit im ersten Durchgang entstand nach einem Freistoß
unmittelbar vor dem Strafraum. Der erste Versuch landete noch in der Mauer, den
Nachschuss von Arton Tolaj konnte der Bocholter Torhüter halten. Die Gäste
blieben durch Standards gefährlich, doch die Hildener Defensive und Yannic Lenze
waren zur Stelle. Mehrere Ecken wurden abgewehrt, einen Schuss auf sein Tor hielt
Lenze sicher. So ging es torlos in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich der VfB zunehmend selbstbewusst und
entwickelte deutlich mehr Gefahr vor dem gegnerischen Tor. Armin Deljkovic setzte
mit einem starken Schuss, der nur knapp am Tor vorbeiging, das erste offensive
Ausrufezeichen. Kurz darauf versuchte er es erneut aus der Distanz. Auch ein
weiterer Hildener Fernschuss verfehlte das Tor nur knapp.

Die Gastgeber setzten sich nun häufiger in der Bocholter Hälfte fest und erspielten
sich mehrere gute Situationen. Mohamed Cisse schickte Pascal Weber mit einem
Pass in die Tiefe, doch der Torhüter war einen Moment früher am Ball. Wenig später
sorgte Cisse selbst mit einem weiteren Angriff für Gefahr. Der erste Regionalliga-Treffer lag in dieser Phase mehrfach in der Luft, auch wenn der letzte Pass oder der
entscheidende Abschluss noch fehlte.

Bocholt blieb auf der Gegenseite gefährlich. Yannic Lenze hielt einen Schuss sicher
und war auch nach mehreren Standards zur Stelle. Eine Bocholter Ecke führte zu
einem Abschluss, den der Hildener Torhüter erneut parierte. Als es kurz darauf
unmittelbar vor seinem Tor gefährlich wurde und Lenze weit herauskommen musste,
behielt die VfB-Defensive ebenfalls die Übersicht. Len Heinson unterband zudem
einen weiteren Angriff frühzeitig.

In der Schlussphase entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Bocholt suchte noch
einmal den Weg zum Tor, während der VfB mit schnellen Gegenangriffen weiter auf
den Siegtreffer spielte. Ein Tor fiel jedoch nicht mehr.

„Wir brauchen uns nicht zu verstecken“

Nennenswerte Schwächen zeigte das Team aus dem Kreis Mettmann gegen den 1. FC Bocholt nicht. Foto: VfB Hilden
Nennenswerte Schwächen zeigte das Team aus dem Kreis Mettmann gegen den 1. FC Bocholt nicht. Foto: VfB Hilden

Nach einer Vorbereitung, in der die Mannschaft viel Kritik einstecken musste, setzte
der VfB mit dieser Leistung ein deutliches Zeichen. Der Aufsteiger zeigte, dass er
das Tempo und die Intensität der Regionalliga annehmen kann und sich auch gegen
einen erfahrenen Gegner nicht verstecken muss.

Cheftrainer Antonio Molina ordnete die Partie anschließend ein: „Ich sag schon, in der ersten Halbzeit, die ersten 15 Minuten, da hatten wir schon Themen, dass ist ganz klar. Wir mussten uns erstmal in das Spiel einfinden, das ist ein brutales Tempo was da auf uns zugekommen ist, auch eine brutale Gewalt.“

„In der zweiten Halbzeit hatte ich so den Eindruck, dass wir nochmal deutlich mutiger
raus gekommen sind und wirklich einige Umschaltsituationen hatten, die wir besser
lösen können und auch schonmal uns festgesetzt haben in der gegnerischen Hälfte.“
so der Trainer nach der Partie.

„Wir sind Aufsteiger, wir wussten nicht wo wir stehen, wir haben die ganzen letzten
zwei Wochen eigentlich massiv drauf eingeredet auf unsere Jungs und wir alle haben
auch dran geglaubt, dass wir auch in der Liga ankommen können und mithalten
können und Fußballspielen können. Und ich denke, dass ist die wichtigste Erkenntnis
die wir heute mitnehmen, dass wir uns nicht verstecken brauchen gegen eine top
Mannschaft.“

Mit dem ersten Punkt ist dem VfB ein gelungener Einstieg in das Abenteuer
Regionalliga West gelungen. Besonders die mutige zweite Halbzeit dürfte der
Mannschaft zusätzliches Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben geben.
Das nächste Heimspiel am Bandsbusch steht am Samstag, 15. August, auf dem
Programm. Ab 16 Uhr empfängt der VfB mit der SG Wattenscheid einen
weiteren Aufsteiger. Nach dem starken Auftakt gegen Bocholt dürfen sich die
Zuschauer auf das nächste spannende Regionalliga-Duell freuen.