Der VfB Hilden hat den ersten Heimsieg eingefahren. Foto: VfB Hilden
Der VfB Hilden hat den ersten Heimsieg eingefahren. Foto: VfB Hilden

Hilden. Der VfB Hilden bleibt in der Regionalliga West weiterhin ungeschlagen: Gegen Wattenscheid 09 hat das Team aus dem Kreis Mettmann am dritten Spieltag einen 2:0-Sieg eingefahren. 


Der VfB Hilden hat einen Lauf. Nach zwei Unentschieden hat das Team nun gegen die SG Wattenscheid 09 einen Sieg eingefahren. Der Dreier ist für die Hildener – mal wieder – historisch: Es ist der erste große Erfolg vor heimischen Fans. 750 Zuschauer verfolgten die Partie am Bandsbusch und sahen ein engagiertes Auftreten ihrer Mannschaft.

Dabei gehörten die ersten Minuten zunächst den Gästen, die mehr Ballbesitz hatten und früh den Weg nach vorne suchten. Doch Hilden setzte schnell das erste Ausrufezeichen – und schrieb bereits in der dritten Minute Vereinsgeschichte. Eine Ecke von Nick Sangl flog in den Strafraum, wo Len Heinson den Ball per Kopf auf das Tor brachte. Der Wattenscheider Torhüter konnte zunächst parieren, beförderte den Ball dabei jedoch direkt vor die Füße von Maximilian Wagener. Der Hildener Kapitän nutzte die Gelegenheit und schoss zum 1:0 ein. Es war nicht nur die frühe Führung, sondern gleichzeitig das erste Heimspieltor des VfB 03 Hilden in der Regionalliga West.

Cheftrainer Antonio Molina verwies nach der Partie auch auf die Arbeit hinter
diesem Treffer: „An dieser Stelle möchte ich mich natürlich auch bei unserem Björn Scheffels bedanken, der heute nicht da ist. Der für uns heute die
Standardsituationen bearbeitet aus dem Urlaub heraus. Und das erste Tor geht auf seine Kappe.“

Wattenscheid suchte anschließend den Ausgleich und kam mehrfach vor das
Hildener Tor. Doch die Defensive zeigte sich erneut stark. Phil Zimmermann
stoppte einen Angriff noch vor dem Abschluss, Yannic Lenze parierte mehrere
Versuche der Gäste und nach einer guten Wattenscheider Doppelchance war es
schließlich Nils Gatzke, der die Situation endgültig bereinigte. Gleichzeitig blieb der VfB selbst gefährlich. Mohamed Cisse verfehlte zunächst das Tor und traf bei einer weiteren Möglichkeit das Außennetz, ehe der Wattenscheider Torhüter seinen nächsten Versuch hielt. Kurz vor der Pause hatte Hilden weitere gute Möglichkeiten: Nils Gatzke brachte einen Abschluss nur knapp am Pfosten vorbei, direkt danach versuchte es Armin Deljkovic von der Seite – jedoch ebenfalls noch ohne den zweiten Treffer.

Dass die Führung zur Pause durchaus höher hätte ausfallen können, sah auch
Antonio Molina so: „Dann muss ich sagen, unabhängig davon, dass Wattenscheid natürlich auch – ja spielbestimmend würde ich nicht sagen – aber am Ende des Tages schon mehr den Ball hatte, hatten wir natürlich die deutlichst, sehr deutlichst besseren Torchancen. Das Einzige ist – das ist ein bisschen, ich kenn das so auch anders herum, das hört sich auch immer so ein bisschen überheblich an – aber wir müssen 3,4 machen, also ohne wenn und aber, in der ersten Halbzeit. Wir haben riesen Chancen liegen lassen.“

Nach einer zunächst ruhigeren Anfangsphase der zweiten Hälfte sorgte Hilden in der
65. Minute schließlich für das 2:0. Nick Sangl brachte einen Einwurf zu Venhar
Ismailji in Richtung Eckfahne. Ismailji setzte sich gekonnt gegen seinen
Gegenspieler durch, spielte den Ball anschließend vor das Tor und fand dort Etienne
Feese, der per Kopf zum zweiten Hildener Treffer einnetzte. Kurz darauf hätte Len
Heinson nach einer weiteren Ecke beinahe erhöht, sein Kopfball wurde jedoch vom
Torhüter gehalten.

Wattenscheid erhöht den Druck – vergeblich

Die Freude ist groß beim VfB. Foto: VfB Hilden
Die Freude ist groß beim VfB. Foto: VfB Hilden

In der Schlussphase erhöhte Wattenscheid noch einmal den Druck. Doch auch
diesmal war auf die Hildener Defensive Verlass. Yannic Lenze lenkte einen
Abschluss entscheidend am Tor vorbei und hielt weitere Versuche der Gäste sicher.
Len Heinson klärte einen Angriff, bevor Phil Zimmermann in der 80. Minute mit
einer wichtigen Abwehraktion zur Stelle war. Selbst mehrere Standards und
Distanzschüsse brachten Wattenscheid nicht mehr zum Treffer. Damit blieb der VfB
bereits zum zweiten Mal in den ersten drei Regionalliga-Spielen ohne Gegentor.
„Bei meiner Mannschaft ist es so, dass wir auch unabhängig von den Tugenden, die
wir an den Tag bringen, aber auch taktisch immer wieder Lösungen finden, wie wir
gewisse Dinge auch auf dem Platz lösen“, zeigte sich Antonio Molina mit seiner
Mannschaft zufrieden.

Nach zwei Punkten aus den ersten beiden Begegnungen belohnt sich der VfB damit
erstmals mit einem Dreier. Fünf Punkte aus drei Spielen, weiterhin ungeschlagen
und nun auch der erste Regionalliga-Heimsieg der Vereinsgeschichte: „Der Start in
die neue Spielklasse macht Lust auf mehr“, freut man sich beim VfB Hilden. Das Team steht derzeit auf dem siebten Tabellenplatz.

Das nächste Heimspiel am Bandsbusch verspricht dabei bereits den nächsten
Höhepunkt. Am 29. August empfängt der VfB um 14:00 Uhr Borussia Dortmund II.
Nach dem gelungenen Saisonstart hofft die Mannschaft dann erneut auf zahlreiche
Unterstützung von den Rängen – und vielleicht auf das nächste besondere Kapitel
der ersten Regionalliga-Saison.