Wülfrath. Mit den Worten „Bühne frei für die Kultur in Wülfrath“ hat Bürgermeister Sebastian Schorn auf dem Heumarkt den ersten Wülfrather Tag der Kultur eröffnet. Für einen Tag wird die Innenstadt zur Bühne für Chöre, Musik, Theater, Tanz, Kunst, Geschichte und zahlreiche weitere kulturelle Angebote.
„Heute wird unsere Innenstadt zur Bühne und ich finde, das steht Wülfrath richtig gut“, sagte Schorn zur Eröffnung. Kultur finde schließlich nicht nur an einem einzigen Tag statt, sondern werde in Wülfrath von zahlreichen Menschen gestaltet. Sie werde gesungen, gespielt, getanzt, gemalt und gelesen, zugleich werde Geschichte bewahrt und neue Geschichten erzählt. „Sie lebt vor allem von Menschen, die Ideen haben, etwas ausprobieren, ihr Können zeigen und andere dafür begeistern“, betonte der Bürgermeister.
Mit dem Kulturtag erhielten diese unterschiedlichen Aktivitäten erstmals eine gemeinsame Bühne. Vom Heumarkt über den Weber und die Stadtkirche bis zur Medien Welt und zum WIR-Haus führte ein Kulturparcours durch die Innenstadt. Besucher konnten zuhören, mitsingen, tanzen, selbst kreativ werden, diskutieren und bei verschiedenen Stationen Stempel sammeln.
Schorn verwies auch auf die Geschichte und die Besonderheiten der Stadt. „Wülfrath ist die Stadt des Kalks“, sagte er und nannte unter anderem den Zeittunnel, das Niederbergische Museum und die historische Altstadt. Doch fügte er mit einem Augenzwinkern hinzu: „Kalk allein macht noch keine lebendige Stadt.“ Entscheidend seien vielmehr die Menschen, die sich zusammentun, Ideen entwickeln und ihre Zeit und Kreativität einbringen.
Gerade darin sieht Schorn eine wichtige Funktion von Kultur. „Kultur schafft Begegnung. Sie bringt Menschen zusammen, schafft Gespräch und macht neugierig aufeinander“, sagte er. Als Beispiel nannte er den gemeinsamen Auftritt des Alternativchors der AWO mit einem türkischen Chor aus Wuppertal.
Schorns Dank galt den zahlreichen Künstlern, Vereinen, Gruppen, Chören und Einrichtungen, die sich am ersten Kulturtag beteiligten. Besonders hob er Ingo Wünsch vom Stadtkulturbund Wülfrath und Lars Mader aus dem Kulturbüro hervor, die den Tag gemeinsam mit vielen weiteren Beteiligten vorbereitet hatten.
Schorn forderte die Besucher auf, den Kulturtag ohne festes Programm im Kopf zu erkunden: „Lassen Sie sich heute ein bisschen treiben.“ Vielleicht entdecke dabei jemand einen Chor, bei dem er künftig mitsingen wolle, eine neue Leidenschaft oder einen bislang unbekannten Ort in der Innenstadt.
„Denn Wülfrath hat viel zu zeigen“, sagte der Bürgermeister zum Abschluss. Anschließend erklärte er den ersten Wülfrather Tag der Kultur offiziell für eröffnet.
Als erster Programmpunkt präsentierten die Kalkstadt-Narren ihe neue Tanzgarde, moderiert von der neuen Vorsitzenden Nadine-Stilla-Sbardella.



