
Wülfrath Vom 27. November bis 6. Dezember findet in diesem Jahr der Herzog-Wilhelm-Markt statt. Es wird ein besonderer sein: der 50.
Auf einer Mitgliederversammlung stellte der Vorstand des HWM-Fördervereins erste Ideen für den Jubiläumsmarkt vor, machte aber auch klar, „dass es keine Verlängerung des Marktes geben wird. Die Leute können ihr Geld nur einmal ausgeben. Außerdem würde jeder zusätzliche Tag die Kosten für den Markt erhöhen. Lieber organisieren wir einen Markt mit einem tollen Programm“, sagte Vorsitzender Thomas Reuter.
Die Rückschau auf den 49. HWM fiel positiv aus: Das Programm sei gut angekommen. Die Stromversorgung habe tadellos funktioniert. Die Toiletten-Lösung in einem leer stehenden Ladenlokal habe sich bewährt.
„Wir werden den Markt wohl mit einer schwarzen Null abschließen können“, sagte Reuter, kündigte aber für die Zukunft Handlungsbedarf an. „Es laufen Verträge aus, der Mindestlohn ist gestiegen“, nannte er zwei Gründe.
Zudem habe ein genauer Blick auf die Kosten gezeigt, dass die Buden-Miete nicht die Ausgaben decken würde, die für den Betrieb der Häuschen anfallen – wie Aus- und Abbau, Lagerung, Versicherung, Spülhaus, Stromversorgung und Security unter anderem. Seit 2012 seien die Mieten nicht mehr angepasst worden.
„Wir kommen nicht mehr drum herum“, so Reuter. Er wisse aber auch, dass die Budenbetreiber ebenso steigende Kosten haben. „Wir haben nicht vor, alle Kosten umzulegen.“ Der Vorstand schlägt eine pauschale Erhöhung von zehn Prozent vor – eine Größenordnung, die unter den Mitgliedern keine Kritik hervorrief.
Die Entwicklung der Ausgabe erfordere, dass man sich einmal mehr und noch einmal intensiver um Sponsoren bemühen werde.
Mit allgemeinem „Tisch-Klopfen“ hatte die Versammlung den Wunsch des Vorstands bestätigt, die für diesen August vorgesehenen Vorstandswahlen um ein Jahr zu verschieben. „Wir möchten den Jubiläumsmarkt mit einem eingespielten Team organisieren. Im Vorstand wird es bei der kommenden Wahl aber Veränderungen geben“, kündigte Reuter an. Diese sollen aber erst 2027 vollzogen werden. Reuter bat die Mitglieder aber schon, sich Gedanken zu machen, wer Interesse habe, in die Vorstandsarbeit einzusteigen.
Einen neuen Mitstreiter hat der amtierende Vorstand bereits gewonnen und mit offenen Armen im Orga-Team aufgenommen: Tobias Bartmann, der sich selbst als HWM-Fan bezeichnet, steigt ab sofort mit ein.
Das Programm für den HWM 2026 steht weitestgehend: „Es wird dichter sein. Wir wollen auch Randzeiten bespielen, damit auf dem Jubiläumsmarkt zu jeder Zeit etwas los“, sagte Reuter. Die Besucherinnen und Besucher dürften sich über die „Klassiker“ wie Das Dynamische Duo und „Bovie“ Bovensiepen zum Beispiel freuen.
Auch eine ganz besondere Überraschung versprach Reuter für das Abendprogramm. „Das geben wir aber später im Jahr bekannt.“ Zur offiziellen Eröffnung am 27. November wird der „echte“ Herzog Wilhelm mit Gefolge erwartet. Dafür kooperiert der HVW-Förderverein mit dem Trägerverein Niederbergisches Museum: Die historische Übergabe der Marktrechte wird schauspielerisch dargestellt.

