Mittwochabend im WIR-Haus: Der TBW-Vorstand im Gespräch mit Frauen und Männern aus der Wülfrather Politik. Foto: Kling

Wülfrath. Der Turnerbund Wülfrath möchte eine eigene Bewegungs- und Begegnungshalle bauen. Der Vorstand hat die Idee jetzt der Politik vorgestellt.


Wülfraths größter Sportverein ist seit Corona noch weiter sprunghaft gewachsen. Von damals um die 1.200 Mitglieder auf heute um die 1.650. Das führt aber auch dazu, „dass wir bei den Hallenzeiten an Grenzen stoßen“, erklärt Stefan Ludwig, seit 2023 Vorsitzender des TBW.

Gemeinsam mit Stellvertreter Martin Herter und Finanzvorstand Lutz Granderath hat er Männern und Frauen aus der Wülfrather Politik einen Plan präsentiert, wie das Problem verringert werden kann: mit dem Bau einer eigenen Halle.

Dabei machte das Trio klar, dass es sich bei der Fläche für den Sportbetrieb eher um eine Gymnastikhalle handeln sollte, mit einer Fläche um die 200 Quadratmeter. Eine Halle, in der auch Ballsportarten möglich wären, würde den finanziellen Rahmen sprengen.

Es geht aber auch nicht um ein klassisches Vereinsheim, sondern um ein Vereins-, Begegnungs- und Bewegungszentrum. Die Idee dazu hat der Vorstand auch schon der Mitgliederversammlung des TBW vorgetragen. Von ihr haben Stefan Ludwig und sein Team den Auftrag, die Möglichkeiten auszuloten, ob so etwas machbar ist.

Die Halle selbst könnte helfen, die Lage beim Kinder- und Seniorensport zu entspannen. Reha- und Gesundheitsangebot des Vereins könnten hier ein neues Zuhause finden. Außerdem wünschenswert wäre ein Bereich für die Geschäftsstelle, für Büros, für Schulungen und Besprechungen sowie für Lagermöglichkeiten.

Weil der Verein dazu in verschiedenen Fragen die Unterstützung der Stadt brauchen würde, hat der Vorstand jetzt das Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern der Ratsfraktionen gesucht.

Vorrangig geht es erst einmal darum, ein Grundstück zu finden, das in Frage kommen könnte. Darüber hat Stefan Ludwig auch bereits mit der Wirtschaftsförderung der Stadt gesprochen.

Die Wünsche für das Zentrum: Es soll möglichst zentral sein, barrierefrei und nachhaltig. Als spontane Ideen nannte André Herbes von der Wülfrather Gruppe den leerstehenden Lebensmittelmarkt in der Ellenbeek und das Sportzentrum Erbacher Berg.

Der TBW-Vorstand hofft auf Vorschläge und Initiativen. Wülfrath ist eingeladen, Ideen zum Projekt einzubringen.