Bunte Fußgruppen bestimmten das Bild beim Rosenmontagszug in Wülfrath. Fotos: Kling

Wülfrath. Im Vorjahr gab es noch blauen Himmel: Diesmal zog der Rosenmontagszug unter dunklen Wolken durch Rohdenhaus. Prächtig war die Stimmung trotzdem.


In diesem Jahr waren es die Züge am Samstag und Sonntag, die das Wetterglück abbekamen. Und auch in Wülfrath leuchteten am Mittag noch Sonnenstrahlen durch die Wolken, wie ein Hoffnungsschimmer für die Kalkstadt-Narren.

Doch eine Stunde vor dem Start des Zuges war es fast so düster wie bei Einbruch der Dunkelheit. Und als um 14.30 Uhr ein Wolkenbruch auf die Stadt niederging, der Regen auf die Karnevalisten prasselte, die sich am Paul-Ludowigs-Haus zur Aufstellung für den Zug eingefunden hatten, war das schon ein trauriges Bild.

Kurz darauf hörte der Niederschlag jedoch tatsächlich auf. Auf die Besucherzahl hatte dies aber keinen Einfluss mehr. Viele waren dann doch zu Hause geblieben, auch wenn die Schlange der parkenden Autos fast bis zum Abzweig des Radweges zurück Richtung Wülfrath reichte.

Als der Zug schließlich um die Ecke bog, war all das vergessen. Knallvoll war es an der Ecke Siedlerstraße/Am Kliff trotzdem, wo auch der verkleidete Bürgermeister in der Menschenmenge stand, beschallt von Medienpirat Thomas Reuter, der am Heim der Kalkstadt-Narren für die Musik sorgte.

So zogen Wagen und Fußgruppen vorbei. Es fehlte allerdings das Stadtorchester Mettmann, weil es versäumt hatte, für den Wagen das Brauchtumssiegel zu beschaffen, der TÜV für Karnevalswagen sozusagen.

Die Teilnehmenden im Zug wurden heftig bejubelt, darunter die Fußgruppe Creme de la Wü, die einen runden Geburtstag feierte. 2006 waren die Mädels erstmals bei einem Rosenmontagszug in Wülfrath am Start.

Regen hin, Regen her, gefeiert wird auch nach dem Zug, entweder direkt im Paul-Ludowigs-Haus oder auf dem Heimweg im Heim des Musikvereins Kalkstädter.