Bis zur Freischaltung sind viele verschiedene Schritte erforderlich. Symbolfoto: Greenfiber

Wülfrath. Der Glasfaseranschluss liegt im Haus, mit der Freischaltung aber dauert es noch: Die Firma Greenfiber nennt Gründe dafür.


Das Infrastukturunternehmen Greenfiber mit Sitz in Hamburg errichtet als Partner der Stadtwerke in Wülfrath ein lokales Glasfasernetz. Warum zwischen fertigem Anschluss und der Freischaltung noch Zeit vergehen kann, erklärt Geschäftsführer Uwe Krabbe in einer Mitteilung des Unternehmens: „Viele Menschen sehen den fertigen Hausanschluss und gehen verständlicherweise davon aus, dass sie unmittelbar lossurfen können. Tatsächlich ist der Hausanschluss jedoch nur ein Baustein eines komplexen Gesamtnetzes“, erklärt Krabbe.

Beim Glasfaserausbau würden zunächst die Leitungen bis in die Gebäude verlegt und die Hausanschlüsse hergestellt. Ein Hausanschluss sei dabei jedoch nur ein Teil des Gesamtnetzes. Parallel dazu entstehe die übergeordnete Netzinfrastruktur. Erst wenn sämtliche Netzabschnitte miteinander verbunden seien und die Datenverbindung bis zum zentralen Netzknoten durchgängig funktioniere, könne ein Anschluss in Betrieb genommen werden.

Ein häufiger Grund für Wartezeiten sei daher, dass die sogenannte Backbone-Infrastruktur – also die Hauptleitung – oder einzelne Verbindungsstrecken zwischen den Ortsnetzen noch nicht fertiggestellt seien. Erst wenn diese Hauptverbindungen vollständig hergestellt und technisch geprüft seien, könne Datenverkehr zuverlässig übertragen werden.

Neben der Fertigstellung des Backbones könnten weitere Faktoren Einfluss auf den Zeitpunkt der Inbetriebnahme haben. Dazu gehörten der Abschluss der Arbeiten an Kabelverzweigern und Technikstandorten. Die Glasfaserkabel müssten in den Verteilern fachgerecht verbunden, gemessen und dokumentiert werden.

Auch Spleiß- und Messarbeiten seien erforderlich. Jede einzelne Glasfaser werde präzise verschweißt und anschließend auf ihre Funktion geprüft. Diese Qualitätskontrollen seien Voraussetzung für einen stabilen Betrieb.

Vor der Freigabe eines Netzsegments erfolgten zudem technische Abnahmen. Dabei werde das Netz umfangreich getestet, um eine dauerhaft hohe Übertragungsqualität sicherzustellen. Auch die aktive Netztechnik in den Technikstandorten werde schrittweise in Betrieb genommen und konfiguriert.

„Ein Glasfasernetz ist eine Infrastruktur für die nächsten Jahrzehnte. Deshalb legen wir großen Wert darauf, jede Verbindung sorgfältig zu prüfen, bevor sie freigegeben wird. Unser Ziel ist nicht die schnellstmögliche, sondern die dauerhaft zuverlässige Versorgung unserer Kundinnen und Kunden“, sagt Uwe Krabbe.

Sobald alle technischen Voraussetzungen erfüllt seien, informiere Greenfiber die betroffenen Haushalte über die nächsten Schritte.

„Wir wissen, dass die Vorfreude auf den Glasfaseranschluss groß ist. Deshalb möchten wir erklären, warum zwischen Bauabschluss und Freischaltung manchmal noch etwas Zeit vergeht. Jeder einzelne Arbeitsschritt ist notwendig, damit unsere Kunden am Ende von einer stabilen und leistungsstarken Glasfaserverbindung profitieren“, so Uwe Krabbe.