Die Präsentation des DRK-Gerätewagens Sanitätsdienst vor den Wülfrather Feuerwehrleuten. Foto: Feuerwehr

Wülfrath. Feuerwehr, Rotes Kreuz und DLRG wollen beim Bevölkerungsschutz noch mehr zusammenarbeiten.


Wie wichtig das Zusammenspiel von Feuerwehr, Deutschem Roten Kreuz (DRK) und Deutscher Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) im Bevölkerungsschutz ist, zeigten jetzt zwei gemeinsame Ausbildungsdienste.

Bei einem Fachvortrag für die Einsatzkräfte der Feuerwehr stellte Tina Dörr vom DRK-Ortsverein Wülfrath die Aufgaben der Einsatzeinheiten im Katastrophenschutz vor und berichtete über die außergewöhnlichen Einsatzlagen während der Hitzewelle Ende Juni.

Anhand der Einsätze in Dormagen, Erkrath und Velbert wurde deutlich, wie eng Feuerwehr, Rettungsdienst, DRK, Polizei und weitere Organisationen bei Großschadenslagen zusammenarbeiten. Während die Feuerwehr technische Hilfe leistet und Gefahren abwehrt, übernimmt das DRK unter anderem die medizinische Versorgung, den Patiententransport, die Betreuung Betroffener sowie die Verpflegung von Einsatzkräften.

Innerhalb kürzester Zeit errichteten die Einsatzeinheiten des Kreises Mettmann während der hitzebedingten Sonderlage ein Notfallversorgungszentrum in Erkrath, um Krankenhäuser und Rettungsdienste zu entlasten.

Gleichzeitig wurde deutlich, dass Extremwetterlagen den Bevölkerungsschutz künftig noch stärker fordern werden. Zum Abschluss präsentierte das DRK seinen Gerätewagen Sanitätsdienst (GW-San), der umfangreiches medizinisches Material mitführt und zum Aufbau sowie Betrieb mehrerer Behandlungsplätze ausgestattet ist.

Ein zentrales Ergebnis des Abends war der Wunsch, die Zusammenarbeit künftig durch gemeinsame Übungen weiter zu vertiefen.

Parallel dazu trainierten Mitglieder des Löschzugs 2 unter Anleitung von DLRG-Ausbilder Heiko Dietrich in der Wülfrather Wasserwelt die Eisrettung sowie das Retten hilfloser Personen im Wasser. Geübt wurden unter anderem das sichere Annähern an Verunglückte, der Einsatz von Rettungsmitteln, das Anlandbringen sowie der Umgang mit schwimmfähigen Rettungsbrettern.

Mit den beiden Veranstaltungen unterstreichen Feuerwehr, DRK und DLRG ihr gemeinsames Ziel, die Zusammenarbeit im Bevölkerungsschutz weiter auszubauen und die Einsatzbereitschaft der ehrenamtlichen Kräfte zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger nachhaltig zu stärken.

Wer sich für den Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr interessiert, kann sich unverbindlich an der Feuer- und Rettungswache, Wilhelmstraße 8, informieren. Die Übungsdienste finden jeden Dienstag von 19 bis 21 Uhr statt. Interessierte Frauen und Männer sind jederzeit willkommen. Informationen gibt es per E-Mail an feuerwehr@stadt.wuelfrath.de oder telefonisch unter 02058 18-457.

Der widerstandsfähige Eisrettungsanzug, dessen Gebrauch zusammen mit der DLRG geübt wurde, schützt den Träger – oder wie hier die Trägerin – bei Rettungsaktionen aus eisbedeckten Gewässern zuverlässig vor Kälte und sorgt für Auftrieb im Wasser. Foto: Freiwillige Feuerwehr Wülfrath