Das durchtrennte Kabel. Foto: Regiobahn

Mettmann. An der Strecke der Regiobahn in Kaarst sind an zwei Tagen Kabel durchtrennt worden. Die Regiobahn GmbH vermutet Sabotage.


Am Dienstagmorgen um 6:19 Uhr wurden nach Mitteilung der Regiobahn mehrere Kabel in einem Kabeltrog unterhalb der Brücke an der Hans-Dietrich-Genscher-Straße in Kaarst beschädigt. Die Kabel verlaufen dort parallel zu einem Geh- und Radweg. Durch die vorsätzliche Durchtrennung kam es zu Störungen im Betrieb, der Fahrbetrieb konnte jedoch aufrechterhalten werden. Die beschädigten Komponenten wurden noch am selben Tag repariert.

Am Mittwochmorgen kam es an derselben Stelle zu einem erneuten Vorfall. Wiederum wurden mehrere Kabel vorsätzlich beschädigt. Diese Beschädigungen führten zu einer technischen Störung, die eine Einstellung des Bahnverkehrs auf dem Abschnitt Kaarster See bis Neuss Hauptbahnhof erforderlich machte. Die Linie S 28 verkehrt seitdem ausschließlich zwischen Neuss Hauptbahnhof und Wuppertal Hauptbahnhof.

Die Reparaturarbeiten dauern an und sollen voraussichtlich bis gegen 20 Uhr abgeschlossen sein. Für die Dauer der Störung ist ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Da die elektronischen Anzeigetafeln im Bereich Kaarst aufgrund der unterbrochenen Kabelverbindung nicht verfügbar sind, wurden zusätzliche Reisendenlenker an den Haltepunkten eingesetzt.

Die Regiobahn steht nach eigenen Angaben in engem Austausch mit den zuständigen Behörden. Das Staatsschutzkommissariat Düsseldorf hat Ermittlungen aufgenommen und prüft, ob es sich um gezielte Sabotageakte gegen kritische Infrastruktur handelt.