Ein Teil des Museums-Teams mit den neuen Tablets sowie Julius als Handpuppe und als Stofftier. Fotos: Kling

Wülfrath. Mit einem Tablet können Gäste des Niederbergischen Museums sich nun mit Erläuterungen durch die Räume an der Bergstraße führen lassen.


“Es ist schon sensationell, dass wir so was hin bekommen haben”, freut sich Eberhard Tiso, der Vorsitzende des Trägervereins. Was Tiso meint: Das Museum bietet jetzt wie große Häuser eine Audio-Führung an, aber alles rum dieses Projekt wurde ehrenamtlich auf die Beine gestellt.

Da ist vor allem Paul Thamm, der Medien-Experte des Wülfrather Museums-Teams, der die technischen Voraussetzungen dafür geschaffen hat. Aber es gibt noch viele andere, die am Projekt mitgewirkt haben.

Die Idee für ein Maskottchen hatten Friederike Erbach und Eberhard Tiso. Daraus entwickelte sich „Julius“, der Molch, der insbesondere bei Kindern Anklang findet.

Ein Wolf, der in Wülfrath thematisch naheliegend gewesen wäre, konnte unter anderem aus rechtlichen Gründen nicht umgesetzt werden. Stattdessen wurde Julius, der Molch aus der Anger, gewählt. Ein kleines Exemplar ist unter anderem am Denkmal Hirte und Wolf vor der Sparkasse zu finden.

Gezeichnet wurde der Museums-Molch von Maike Weinberg. Cornelia Szarny-Tiso fertigte Julius als Stofftier an, Jutta Bläsing gestaltete ihn als Handpuppe. Die Erzählung rund um den Molch und das Museum stammt von Christa Hoffmann. Eingesprochen wurde diese für den Guide von Henri Niewind.

Die Texte zu den einzelnen Räumen wurden von weiteren Ehrenamtlichen gesprochen, darunter Friederike Erbach, Karin Fritsche und Thomas Gerhold, Christa Hoffmann, Peter Knof und Gaby Schmidt, Heiner Schmitz, Manfred Wiedenbruch sowie Eberhard Tiso. Für Schnitt und Fotos war Ulrich Erbach zuständig. Die Zusammenführung aller Inhalte zum neuen Museums-Guide übernahm Paul Thamm.

Der Trägerverein hat zunächst acht Tablets angeschafft, die in stoßfeste, blaue Hüllen eingesetzt sind und von den Besucherinnen und Besuchern um den Hals getragen werden können. Um störende Geräuschkulissen in den Räumen zu vermeiden, stehen Kopfhörer zur Verfügung. Alternativ können die Informationen über einen QR-Code auf das eigene Smartphone geladen und dort gehört oder gelesen werden.

Am Sonntag, 25. Januar, ist die Öffentlichkeit ab 13 Uhr am Willi-Münch-Weg eingeladen, die neuen Geräte im Rahmen eines kleinen Museumsfestes mit Programm für Kinder auszuprobieren.