Wie aus dem Bilderbuch: Das Osterfeuer in Flandersbach. Fotos: Kling

Wülfrath. Das traditionelle Osterfeuer des Bürgervereins hat wieder Hunderte nach Flandersbach auf den Bolzplatz gelockt.


Mit dem Osterfeuer in Flandersbach ist es in etwa so wie mit dem Rosenmontagszug im nahen Rohdenhaus: Einmal im Jahr ist richtig was los.

Natürlich lässt sich der Andrang nicht annähernd vergleichen, aber es ist schon eine ganz besondere Atmosphäre, wenn im sonst so beschaulichen Flandersbach Menschen in so großer Zahl zusammenkommen.

Um 17 Uhr begann die Party. Helfer und Helferinnen des Bürgervereins und von Catering Schulz hatten im Laufe des Tages auf dem Bolzplatz mitten im Dorf alles aufgebaut: Wagen und Stände, Tische und Bänke. Das Holz war fachmännisch zu einer Pyramide aufgeschichtet. Und am frühen Abend dann das Wichtigste: Das Wetter “spielte mit”.

Und so wanderten sie herbei, die Frauen und Männer, Familien mit Kindern, oder sie kamen mit dem Wagen, so dass alsbald rund um den Bolzplatz kein freies Parkpläzchen mehr zu finden war.

Das Osterfeuer in Flandersbach ist eines dieser besonderen Feste im Leben der Stadt. Zum einen das Dörfliche, die grüne Umgebung, der tieferliegende Platz wie ein kleines Stadion – und wie gemacht für diese Veranstaltung. Zum anderen ist es ein Zeichen dafür, wie wichtig es den Menschen ist, zusammenzukommen, sich zu treffen, miteinander zu quatschen, zu essen und zu trinken, gerade nach dem Winter.

Um 18.40 Uhr begrüßte Dirk Klüser vom Bürgerverein Flandersbach die vielen Gäste, kurz und knapp, mit einem Glas Bier in der Hand zum Zuprosten. Dann nahm “Dirk der Grillmeister”, so stand es auf seinem Shirt, das mit dem Anzünden des Feuers selbst in die Hand.

Erst qualmte es ein wenig, dann stiegen die Flammen bilderbuchmäßig empor, wie es sich für ein anständiges Osterfeuer gehört. Und als die Abendsonne noch ein letztes Licht auf die Szenerie warf, war es fast zu schön, um wahr zu sein.