Mettmann. Die Stiftung Neanderthal-Museum trauert um ihren ehemaligen Stiftungsratsvorsitzenden Prof. Gert Kaiser, den Gründungsvater des Museums.
Kaiser war seit der Gründung der Stiftung im Jahr 1992 ehrenamtlicher Vorsitzender des Stiftungsrats. Als Mitinitiator der Stiftung trug er maßgeblich dazu bei, die Grundlagen für die Entwicklung des Museums zu schaffen. Durch seine Kontakte auf Landesebene und sein langjähriges Engagement unterstützte er den Aufbau und die Weiterentwicklung des Hauses.
“Der Aufbau und die Verwirklichung des Museums wären ohne die tatkräftige Unterstützung des Fördervereins und ohne sein persönliches, beharrliches Engagement nicht denkbar gewesen”, schreibt die Stiftung in einem Nachruf. “Sein Einsatz war von zentraler Bedeutung dafür, dass die Vision eines Neanderthal-Museums Wirklichkeit werden konnte.”
Bereits 1985 gehörte Kaiser zu den Mitgliedern der Neanderthaler Gesellschaft e.V., dem Förderverein des Museums. Bis 2025 war er im Vorstand der Gesellschaft aktiv, viele Jahre davon als Vorsitzender.
Neben seinen offiziellen Funktionen engagierte sich Kaiser über Jahrzehnte für die Förderung von Wissenschaft, Bildung und deren Vermittlung an die Öffentlichkeit. Sein Wirken sei von Verlässlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und großem persönlichem Einsatz geprägt gewesen, heißt es in der Mitteilung der Stiftung.
Mit seinem Engagement habe Kaiser die Entwicklung des Neanderthal-Museums nachhaltig beeinflusst. Sein Name bleibe eng mit der Geschichte des Museums verbunden.
Die Stiftung Neanderthal-Museum sprach seiner Familie ihr Mitgefühl aus. Die Anteilnahme gilt auch den Weggefährten, die über viele Jahre mit ihm zusammengearbeitet haben.


