Gelbe Säcke warten auf ihre Abholung. Viele Haushalte haben noch keine neuen Gelben Tonnen. Foto: Kling

Wülfrath. Noch längst nicht alle Haushalte haben eine neue Gelbe Tonne bekommen. Und Antworten gibt es vom neuen Entsorger auch nicht.

Eigentlich sollte alles reibungslos ablaufen. Nach der Umstellung auf einen neuen Entsorger sollten die alten Gelben Tonnen eingesammelt und neue verteilt werden. Bei vielen Haushalten sind aber offenbar keine neuen Tonnen angekommen. Oder die falschen.

Inzwischen melden sich viele Betroffene bei der Stadt, obwohl die städtische Abfallberatung damit gar nichts zu tun hat. Denn die Gelbe Tonne gehört zum privatwirtschaftlich organisierten Entsorgungssystem.

Zuständig ist der neue Entsorger, die Firma RMG, eine Abkürzung für Rohstoffmanagement GmbH. Die Firma hat ihren Hauptsitz in Eltville am Rhein, ist aber in ganz Deutschland im Einsatz, von Landshut bis Pinneberg und Dresden.

Das Management der Umstellung hat aus Sicht vieler Wülfrather aber nicht wirklich geklappt. Auf Mails gibt es keine Antwort, Anrufe kommen nicht durch. Kein Wunder, allein in Wülfrath mussten rund 3.500 Gelbe Tonnen getauscht werden. Und laut Vertrag hat die RMG die Entsorgung in neun von zehn Städten des Kreises übernommen. (Nur Velbert ist nicht betroffen.)

Stattdessen greifen viele Haushalte notgedrungen zum Gelben Sack. Neben den Blauen Tonnen für Papier liegen an den Abfuhrtagen zuhauf die durchsichtigen Plastikstücken auf den Bürgersteigen, wenn der Wind sie nicht auf die Straßen bläst. Auch auf die Frage, wann die Umstellung abgeschlossen sein soll, gibt es bisher: keine Antwort.

Die Stadt Wülfrath hat aktuell eine Mitteilung dazu herausgegeben:

Wülfrather Haushalte, die noch keine neue Gelbe Tonne erhalten haben, können Gelbe Säcke oder vorübergehend auch farblose und transparente Kunststoffsäcke zur Entsorgung bereitstellen. „Die neue Entsorgungsfirma RMG Rohstoffmanagement GmbH hat mitgeteilt, dass sie sich derzeit in den letzten Zügen der Verteilung der neuen Gelben Tonnen auf dem Gebiet des Kreises Mettmann (außer Velbert) befindet“, informiert die Abfallberatung.

Im November 2022 hatte die RMG im Wülfrather Stadtgebiet mit der Verteilung der gelben Abfallgefäße an die Haushalte begonnen. „Dabei hat die RMG ein vorhandenes Behälterkataster zugrunde gelegt. Im Rahmen der Erstgestellung ist es möglich, dass ein Haushalt ein Gefäß in einer nicht gewünschten Größe oder aufgrund einer fehlenden Aufführung im Behälterkataster keine Gelbe Tonne erhalten hat“, so die RMG. „Unsere Mitarbeiter sind dabei, aufgenommene Reklamationen abzuarbeiten und noch fehlende Gelbe Tonnen auszuliefern“, ergänzt die RMG.

Bei eventuellen Reklamationen steht der Kundenservice der RMG unter Gelbe-Tonne.Mettmann@rmg-gmbh.de sowie unter 0800/4006005 zur Verfügung. „Wegen des aktuell hohen Anrufaufkommens wird die Kontaktaufnahme per E-Mail empfohlen. Die Reklamation ist bereits mit der ersten E-Mail aufgenommen. Die Wülfrather Haushalte dürfen auch ohne erfolgte Rückmeldung davon ausgehen, dass ihr Anliegen schnellstmöglich bearbeitet wird“, teilt die RMG mit.

Sofern ein Haushalt noch nicht über eine Gelbe Tonne verfügen sollte, ermöglicht die RMG in der Übergangszeit die Entsorgung der Verpackungsabfälle mittels Gelbem Sack. Gelbe Säcke sind in den Verteilstellen erhältlich, die auf der Internetseite der RMG (https://www.rmg-gmbh.de/gelber-sack/landkreis-mettmann) oder im Abfallkalender der Stadt Wülfrath 2023 (www.wuelfrath.net) veröffentlicht sind.

Zusätzlich können noch vorhandene Gelbe Säcke mit Aufdruck des Altentsorgers AWISTA verwendet werden. Diese wird die RMG ebenfalls einsammeln. Gleichzeitig weist die RMG darauf hin, dass in der Übergangszeit auch farblose sowie transparente Säcke aus recyclebarem Kunststoff eingesammelt werden, sofern diese ausschließlich mit restentleerten und lizensierten Verkaufsverpackungen befüllt sind.

„So kann RMG die Entsorgungssicherheit in der Übergangszeit auch für Haushalte gewährleisten, die seit dem 01.01.2023 noch nicht über eine Gelbe Tonne verfügen“, bittet die RMG für die entstandenen Unannehmlichkeiten um Entschuldigung.