72 Stunden am Stück haben Frauen und Männer zusammen mit den Teams des DRK an einer Puppe die Reanimation geübt. Fotos: Kling

Wülfrath. Der Weltrekord ist geschafft: Wülfrath holt den Titel mit einem 72-Stunden-Reanimations-Marathon.


Am Montagmorgen um 10 Uhr brachen am Zeittunnel Wülfrath Jubel und Erleichterung aus. Nach exakt 72 Stunden ununterbrochener Herzdruckmassage und Beatmung war der Weltrekordversuch erfolgreich beendet. Olaf Kuchenbecker vom Rekord-Institut Deutschland (RID) überreichte vor Ort die offizielle Weltrekord-Urkunde in der Disziplin „Reanimations-Staffel“.

Insgesamt 313 Menschen beteiligten sich im Laufe des Wochenendes an dem Reanimations-Marathon. Viele Bürgerinnen und Bürger packten mehrfach mit an, einige kamen sogar an allen drei Tagen und Nächten vorbei, um die Übungspuppe im stetigen Rhythmus von 30 Herzdruckmassagen und zwei Beatmungen zu versorgen.

Wolfgang Peetz, zweiter Vorsitzender des DRK in Wülfrath, ehrte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und hob die gesellschaftliche Bedeutung der Aktion hervor. Durch den Weltrekordversuch hätten viele Menschen Berührungsängste und Hemmungen verloren und ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse praktisch aufgefrischt. „Wenn dadurch auch nur ein Mensch in Zukunft gerettet werden kann, habt ihr Großartiges geleistet. Eure Aktion wird Menschenleben retten“, sagte Peetz.

Auch Wülfraths Bürgermeister Sebastian Schorn zeigte sich beeindruckt vom Zusammenhalt in der Stadt. Er dankte den Nachwuchskräften der Notfallsanitäter für die Organisation. Der Bürgermeister selbst beteiligte sich viermal an der Reanimation und betonte, wie spürbar die Euphorie über das gesamte Wochenende gewesen sei. Sein Dank galt allen beteiligten Bürgerinnen und Bürgern sowie den Kräften von Feuerwehr, THW, Polizei und DLRG, die die Aktion unterstützt hatten.

Rekordrichter Olaf Kuchenbecker lobte die Leistung ebenfalls. Der offiziell anerkannte RID-Weltrekord stehe für ehrenamtliches Engagement, Teamarbeit und gesellschaftliche Verantwortung.

Zum Abschluss wurden die Auszubildenden und Ideengeber der Aktion geehrt. Wolfgang Peetz überreichte Antonia Cestonaro, Antonia Bayartz, Noah Anlauf und der Leiterin des Organisationsteams, Lara Spettmann, Präsenttüten und Blumensträuße. „Ihr könnt stolz darauf sein, was ihr hier geleistet habt. Und wir sind stolz auf euch!“, sagte Peetz unter großem Applaus.

Ein Team des DRK-Kreisverbandes war auch vor Ort.