Wülfrath. „Ich war schon immer ein Zahlenmensch“, sagt Torsten Rekindt, der neue Kämmerer der Stadt Wülfrath. Der 51-Jährige ist zugleich Erster Beigeordneter und damit Allgemeiner Vertreter von Bürgermeister Sebastian Schorn.
Am 1. Juli hat Rekindt seinen Dienst bei der Stadt Wülfrath begonnen. In den ersten Tagen ist der Hildener damit beschäftigt, die Menschen im Rathaus und die Abläufe kennenzulernen. Fest steht für ihn schon jetzt, dass er auch in Wülfrath wie in den meisten Kommunen „schwere Rahmenbedingungen“ vorfindet. „Die finanzielle Lage ist nicht gut“, weiß Rekindt.
Er hofft jedoch, dass Land und Bund nun endlich bereit sein könnten, „das strukturelle Problem“ anzugehen. Gemeint ist damit die anhaltende Unterfinanzierung der Kommunen, denen immer wieder Aufgaben übertragen werden, ohne dass Land und Bund die dafür erforderlichen Mittel bereitstellen.
Einen Einstellungsstopp in der Verwaltung, um die finanziellen Probleme in den Griff zu bekommen, hält er für wenig geeignet. Die Stadt habe schließlich „eh schon Probleme, Fachkräfte zu finden“.
Rekindt beschreibt sich als „offen, ehrlich und kommunikativ“. Als Rheinländer habe er keine Probleme damit, auf Menschen zuzugehen. „Da mache ich mir keine Gedanken drüber.“
Torsten Rekindt ist gebürtiger Düsseldorfer und in Monheim aufgewachsen. Seine Ausbildung absolvierte er bei der Stadt Hilden. Nach einer Zwischenstation in Haan leitete er dort zuletzt den Baubetriebshof mit 120 Beschäftigten.
Der neue Beigeordnete, der in Hilden wohnt, freut sich auf die neue Aufgabe und darüber, „überall sehr freundlich und offen“ begrüßt worden zu sein.
Torsten Rekindt ist verheiratet und hat zwei erwachsene Töchter. Als Basketballer schaffte er es in seiner aktiven Zeit bis in die 3. Liga. Heute zählt Wandern zu seinen Hobbys.


