Velbert-Neviges: Feuerwehr rettet Reh aus Hardenberger Bach

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Im Hausflur von Anwohnern an der Weinbergstraße haben die Retter das Reh untersucht. Foto: FW Velbert
Im Hausflur von Anwohnern an der Weinbergstraße haben die Retter das Reh untersucht. Foto: FW Velbert

Velbert. In Neviges hat die Feuerwehr am heutigen Sonntagvormittag ein junges Reh aus dem Hardenberger Bach gerettet.

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Anwohner entdeckten das Reh im Hardenberger Bach im Bereich der Weinbergstraße. Das Gewässer, das zur Zeit allerdings kaum Wasser führt, verläuft dort zwischen den Häusern und wird auf beiden Seiten von hohen Mauern gesäumt. “An diesen Mauern sprang das junge Reh immer wieder vergeblich hoch, um aus dem Bachbett zu entkommen”, berichtet Feuerwehrsprecher Reinhard Lüdeke.

Die Velberter Wehr wurde um 11.01 Uhr alarmiert. Die Retter hatten keine Mühe, das Jungtier einzufangen. Um Stress für das junge Reh zu vermeiden, schlugen die Einsatzkräfte das junge Tier in ein Tuch ein und trugen es bachaufwärts, wo sie das Gewässer über eine Treppe am Ufer verlassen konnten.

Anschließend untersuchten die Retter das Reh sie im Hausflur der Anwohner auf Verletzungen. Offensichtlich hatte das Tier, das sich in der Obhut der Einsatzkräfte allmählich beruhigte, die Sprungversuche und die Bergung ohne größere Blessuren überstanden. Das Jungtier wurde anschließend in die Freiheit entlassen.

Der Einsatz der Feuerwehr war damit gegen 12.30 Uhr beendet.

“Querfeldein laufende Spaziergänger und unangeleint durch die Natur streunende Hunde sind häufig Auslöser für panische Fluchten der Wildtiere”, berichtet die Kreisjägerschaft. So auch vor circa zwei Wochen am Maiberger Weg in Tönisheide. Hier hatte eine Zeugin beobachtet, wie zwei kleine Hunde ein Reh hetzten. Das weibliche Kitz verfing sich in Todesangst in einem Zaun. Die verständigte Polizei alarmierte den zuständigen Jäger.  Das völlig erschöpfte und verletzte Reh konnte in diesem Fall nicht mehr gerettet werden.

Susanne Bossy, Sprecherin der Kreisjägerschaft, erinnert daran, dass aufgescheuchtes Wild , das in Panik aus seinen Einständen flüchtet, immer wieder auch Ursache für Verkehrsunfälle ist: „Die hohe Zahl der Wildunfälle ist vielfach auf Störungen der Wildtiere durch Menschen und Hunde zurückzuführen. Ein hetzender Hund kann so leicht auch einen Unfall mit schwerem Personenschaden herbeiführen.“

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