Sparkassen-Azubi hat aufgepasst: Senior vor „falschen Polizisten“ gerettet

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Der Schriftzug der Kreissparkasse Düsseldorf auf einem Bankgebäude. Foto: André Volkmann
Der Schriftzug der Kreissparkasse Düsseldorf auf einem Bankgebäude. Foto: André Volkmann

Düsseldorf/Kreis Mettmann. Lara Höpner, Auszubildende der Kreissparkasse im zweiten Ausbildungsjahr, hat einen Trickbetrug durchschaut und so die Ersparnisse eines Seniors gerettet.

Als ein älterer Kunde erschien nach Angaben der Kreissparkasse am Hochdahler Markt in Erkrath kurz vor Geschäftsschluss die junge Dame bat, ihm einen fünfstelligen Betrag auszuzahlen, merkte sie schnell, dass „irgendetwas da nicht stimmte“. Durch ihr Handeln und mit Fingerspitzengefühl konnte sie den Kunden vor der „Polizistentrickmasche“ – und einem hohen Geldverlust – bewahren.

Der Vorfall ereignete sich am Donnerstag um kurz vor 18 Uhr. Die Auszubildende Lara Höpner wurde von einem älteren Kunden um die Auszahlung eines fünfstelligen Betrags von seinem Girokonto gebeten. „Nach einigen gezielten Fragen antwortete er mir, dass er das Geld der Polizei übergeben solle“. Lara Höpner wurde hellhörig. Ihr dämmerte, dass dass es sich um den „Polizistentrick“ handeln könnte – einer Masche, bei der falsche Polizisten zumeist ältere Menschen telefonisch so lange unter Druck setzen, bis sie ihnen Bargeld und sonstige Wertsachen übergeben.

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„Frau Höpner tat das einzig Richtige: Sie zog zwei weitere Mitarbeitende unserer Filiale hinzu und informierte die echte Polizei“, berichtet Andrea Richter, Leiterin der Kreissparkasse am Hochdahler Markt. Bei der Polizei bestätigte man uns, dass gerade am Donnerstag etliche solcher Betrugsversuche unternommen wurden. „Der Kunde, aber auch wir sind heilfroh, dass wir gemeinsam den Betrug vereiteln konnten. Wir danken Frau Höpner für ihr äußerst beherztes Eingreifen.“

Mit Kuverts gegen Trickbetrüger

Gute Erfahrungen hat die Kreissparkasse mit Briefkuverts gesammelt, die sie in Zusammenarbeit mit der Kreispolizei Mettmann entwickelt hat: Größere Geldbeträge werden im Kuvert übergeben, auf dem Fragen und Hinweise zu den berüchtigten Enkeltrick- und Polizistentrickmaschen stehen: „Haben Sie den Geldbetrag abgehoben, weil Sie telefonisch dazu aufgefordert wurden?“ oder „Hat sich der Anrufer als Polizist, Richter, Arzt o.ä. ausgegeben?“

Die Umschläge sind seit gut einem Jahr in den Filialen im Einsatz und haben laut Sparkasse „oftmals wertvolle Argumente in Kundengesprächen geliefert“.