Die Luftaufnahme einer polizeilichen Aufklärungsmaßnahme. Die Lastwagen sollen die Erde in Richtung des Sees bewegt haben, erklärte die Polizei. Foto: Polizei
Die Luftaufnahme einer polizeilichen Aufklärungsmaßnahme. Die Lastwagen sollen die Erde in Richtung des Sees bewegt haben, erklärte die Polizei. Foto: Polizei

Düsseldorf/Ruhrgebiet. In einem konzertierten Einsatz haben Beamte von Staatsanwaltschaft und Polizei in mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen Durchsuchungen durchgeführt. Zu Einsätzen kam es dabei auch im Ruhrgebiet. 


Seit den frühen Morgenstunden des 1. April seien etwa 300 Einsatzkräfte im Zusammenhang mit dem Verdacht schwerwiegender Umweltstraftaten in Nordrhein-Westfalen im Einsatz, wie die Zentralstelle für die Verfolgung der Umweltkriminalität in NRW, die bei der Staatsanwaltschaft Dortmund angesiedelt ist, und das Landeskriminalamtes gemeinsam mitteilen. Es würden Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht, unter anderem in Bottrop, Castrop-Rauxel, Euskirchen, Krefeld und Recklinghausen.

Gegen 6 Uhr hätten Kräfte in dem konzertierten Einsatz mit den Durchsuchungen begonnen. „Die Beschuldigten stehen im Verdacht, als Teile eines organisierten kriminellen Netzwerks über einen längeren Zeitraum hinweg tonnenweise belastete Böden und Abfälle illegal entsorgt zu haben“, hieß es. Die Ermittlungen stehen laut Behörden in Zusammenhang mit den im September 2024 und Januar 2025 durchgeführten strafprozessualen Maßnahmen. Wie die Behörden im September berichtete, sollen im Baustoffsektor tätige Beschuldigte mehrere tausend Lieferdokumente von Entsorgungsbetrieben gefälscht haben, um mit Schadstoffen belasteten Bodenaushub nicht kostspielig entsorgen zu müssen. Stattdessen solle das Material „tonnenweise illegal im Tagebau Garzweiler Jüchen“ entladen worden sein.