Treffleiterin Daniela Schamberg ist eine der Organisatorinnen der Aktion. Foto: VHS Fotoclub Velbert/Heiligenhaus
AWO-Treffleiterin Daniela Schamberg ist eine der Organisatorinnen der Aktion. Foto: VHS Fotoclub Velbert/Heiligenhaus

Velbert. Um die Lieblingsgerichte der Velberter Seniorinnen und Senioren geht in bei einem neuen Projekt der Begegnungsstätten in allen Stadtbezirken.


“Essen verbindet”, freut sich Astrid Kothe-Matysik. Sie leitet die Langenberger Begegnungsstätte “Klippe 2” (Kontakt: 02052 2734), die sich mit drei weiteren Stellen in Velbert für ein neues Konzept engagiert. Die Grundidee: Über gemeinsame Mahlzeiten sollen Seniorinnen und Senioren in Kontakt kommen.

Neben dem Langenberger Standort gibt es entsprechende Angebote auch im AWO-Stadtteiltreff in Neviges an der Elberfelder Straße 21 (Kontakt: 02053 3712), im Begegnungszentrum Kostenberg am Hardenberger Hof 24-26 (Kontakt: 02051 62400) sowie in der Aktiv-Begegnungsstätte St. Michael am Froweinplatz 4 in Langenberg (Kontakt: 02052 6602). Letztere geht am Mittwoch, 28. Januar, mit dem ersten “Lieblingsgericht” an den Start: Geben wird es dann voraussichtlich Grünkohl.

Über die genauen Details – beispielsweise die Uhrzeiten oder Anmeldezeiträume – wollen die Begegnungsstätten jeweils kurzfristig informieren. Klar ist allerdings: Alle Mahlzeiten sollen zu “kleinen Preisen” angeboten werde, wie Daniela Schamberg aus dem AWO-Treff in Velbert-Mitte erklärt. Die Preise werden passend zu den geplanten Gerichten kalkuliert, wichtig ist allen Treffleiterinnen dabei, dass es zu den Mittagsgerichten alltagstaugliche Tipps gibt: “Eine Frage könnte zum Beispiel sein, wie man bekannte Gerichte durch den Austausch von Zutaten, etwa anderes Fleisch, abwandeln kann, um das Essen insgesamt günstiger zu machen”, so Schamberg.

Viele Vorschläge – oft Hausmannkost

Vorschläge haben die Engagierten aus den Treffs auf der Velberter Seniorenmesse im vergangenen Oktober. Foto: privat
Vorschläge haben die Engagierten aus den Treffs auf der Velberter Seniorenmesse im vergangenen Oktober. Foto: privat

Den Grundstein für das Konzept – unterteilt in jeweils einzelne Projekte der Treffs vor Ort – legte einerseits eine Förderung durch den Kreis Mettmann und andererseits ein Auftakt-Event auf der vergangenen Seniorenmesse im Oktober. Dort hatten die Begegnungsstätten nach den liebsten Gerichten der Besucherinnen und Besucher gefragt – mit offensichtlich großem Erfolg. “Über 100 Rezeptvorschläge sind eingegangen”, blickt Daniela Schamberg zurück.

Was den Seniorinnen und Senioren besonders gut schmeckt, sind vor allem Klassiker der Hausmannsküche: Eintöpfe rund um Linsen, Erbsen oder Graupen; Gulasch mit Nudeln oder Rinderrouladen mit Rotkohl und Klößen. Hier und da finden sich allerdings auch ausgefallene Ideen, so etwa mit Hackfleisch gefüllte Brötchen, die dann mit Käse überbacken werden, oder “One-Pot-Kürbis-Pasta”. Was in den Treffs letztlich auf den Tischen landen wird, planen die Engagierten derzeit: Einige Favoriten “die, die fast allen immer schmecken”, so Schamberg – sind Heringsstipp, gefüllte Paprika oder Rouladen. Alles stets mit einem Fokus auf Bezahlbarkeit. Eine Besonderheit gilt dabei für den Treff am Kostenberg, denn dort stehen nicht Mahlzeiten im Fokus, sondern das Einmachen. “Saisonal und möglichst regional” soll es zugehen, so Astrid Kothe-Matysik. Hier seien Kooperationen mit ortsansässigen Bauern möglich, erklärt die Langenberger Treffleiterin.

Die Gäste in den Treffs sind immer auch dazu eingeladen, sich in der Küche und beim Kochen aktiv zu beteiligen.

Zu den gemeinsamen Mittagessen sollen teils auch Gäste eingeladen werden. Dabei kommen nicht ausschließlich kulinarische Themen auf den Tisch. Die Idee dreht sich auch hier um die Alltagspraxis: “Wie lässt sich Strom sparen, wo kann man den Geldbeutel entlasten oder wie finde ich Unterstützungsangebote”, so AWO-Treffleiterin Daniela Schamberg zu möglichen Ansatzpunkte, um den Seniorinnen und Senioren unter die Arme zu greifen.

Aus allen angebotenen Lieblingsgerichten soll zum Ende des Projekts hin ein Kochbuch erstellt werden – ebenfalls mit Spartipps und Alternativen zu den bekannten Zutaten. Gemeinsam mit der Stadt Velbert setze man das um, so Schamberg.