Velbert. Im Ernstfall zählt jede Sekunde. Auf dem Weg zum Einsatzort treffen Rettungswagen oder Feuerwehrfahrzeuge auch in Velbert mitunter auf gefährliche Engstellen. Probefahrten sollen nun gezielte Gegenmaßnahmen ermöglichen.
“Ein Herzinfarkt, ein Wohnungsbrand, ein schwerer Unfall – in solchen Momenten zählt jede Sekunde”, so die Stadt Velbert. Doch in vielen Straßen im Stadtgebiet würden Feuerwehr und Rettungsdienst immer wieder ausgebremst.
Der Grund: Falsch oder ungünstig abgestellte Fahrzeuge versperren den Rettern die Durchfahrt. “Einsatzfahrzeuge bleiben stecken oder müssen umständlich rangieren”, so die Stadtverwaltung. “Was nach wenigen Zentimetern klingt, kann im Ernstfall darüber entscheiden, ob Hilfe rechtzeitig ankommt”.
Derartige Risiken sollen nun verringert werden. Hierzu führt die Feuerwehr Velbert gemeinsam mit dem Ordnungsamt verstärkt sogenannte Probebefahrungen durch. “Dabei wird überprüft, ob Straßen und Rettungswege im Ernstfall tatsächlich passierbar sind. Problemstellen werden dokumentiert, damit gezielt gegengesteuert werden kann”, hieß es aus dem Rathaus. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für weitere Schritte.
Konkret können das neue oder angepasste Parkregelungen, verkehrsrechtliche Anordnungen oder gezielte Kontrollen durch den Ordnungsdienst sein. Ziel sei es, gefährliche Engstellen dauerhaft zu beseitigen und die Einsatzfähigkeit der Rettungskräfte zu sichern, so die Stadt Velbert.
Was viele Menschen nicht bedenken: Engstellen kosten im Notfall nicht bloß wertvolle Zeit, sondern belasten auch die Einsatzkräfte, die in solchen Situationen wissen, das hinter jeder blockierten Straße möglicherweise ein Mensch in akuter Not wartet. “Verzögerungen bedeuten nicht nur verlorene Zeit, sondern können die Chancen auf Rettung deutlich verschlechtern – mitunter mit tragischen Folgen für Betroffene und ihre Angehörigen”, mahnt die Stadtverwaltung.
Die Feuerwehr Velbert bittet alle Bürgerinnen und Bürger eindringlich, beim Parken besondere Rücksicht zu nehmen. “Oft entscheiden wenige Zentimeter darüber, ob ein Rettungswagen oder ein Löschfahrzeug schnell genug an sein Ziel gelangt. Wer Platz lässt, hilft im Zweifel dabei, Leben zu retten”, so die Feuerwehr.


