Ein Haustürschlüssel liegt auf einer Hand. Foto: pixabay
Ein Haustürschlüssel liegt auf einer Hand. Foto: pixabay

Ratingen. Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen äußert im Bezirksausschuss Mitte Kritik an einem Antrag der CDU. Dieser dreht sich um den Abriss eines weiteren Gebäudes in städtischem Besitz. Für Ärger sorgt dabei vor allem, dass das Gebäude weichen soll, ohne dass eine klare Planung für die zukünftige Nutzung der Fläche vorliegt. Betroffen ist das Wohnhaus gegenüber dem Eingang des Stadtmuseums.


Daher ist jetzt vereinbart worden, dass die Stadtverwaltung nun einen Vorschlag erarbeitet, der die weitere Nutzung des Grundstückes nach einem Abriss umfasst.
„Wenn etwas abgerissen werden soll, wollen wir vorher wissen, wie die Fläche künftig genutzt wird. Ohne Plan und Perspektive einfach abzureißen und damit den Blick auf einen wenig ansprechenden Hinterhof und die Rückseite der Kneipe „Freie Tankstelle“ freizugeben, ist mit Sicherheit kein Gewinn für die Stadt“, erklärt der sachkundige Bürger Siegfried Aring die Position der Grünen. „Unser Ziel ist es, schleunigst mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Deswegen sollten wir an städtischen Wohnbauflächen festhalten, erst ein Konzept für die Neubebauung machen und dann den Abriss vornehmen. Auf ein paar Monate kommt es da nicht an.“

Besonders ärgert die Grünen, dass es sich bereits um den dritten Fall eines Abrisses städtischer Gebäude handelt. Zuvor gab es schon zwei weitere Abrisse, deren Flächen nun als Parkplätze genutzt werden: an der Kirchgasse sowie der Hans-Böckler-Straße. Die Grünen plädieren dafür, solche Flächen schnellstmöglich zur Wohnbebauung zu nutzen.

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Julia Merkelbach ergänzt: „Gerade Flächen in städtischer Hand geben uns doch die Möglichkeit, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Über den Grundstückspreis haben wir als Stadt direkten Einfluss auf die spätere Miete für die Bewohner:innen – daher können wir als Stadt viel leichter sozialen Wohnraum ermöglichen als private Investoren. Dass die Stadt für einzelne Flächen in der Vergangenheit erst gar keine privaten Investoren gefunden hat, ist nur ein Argument mehr, den Aufbau der geplanten Städtischen Wohnungsbaugesellschaft endlich voranzutreiben.“