Haan. Die in den letzten Tagen bekannt gewordene Sperrung der wichtigen Fußgängerunterführung am Gruitener Bahnhof zwischen Kastanienweg und Thunbuschstraße sorgt für große Verunsicherung bei Anwohnerinnen und Anwohnern, insbesondere bei Familien mit Schulkindern. Die SPD Gruiten sieht sich durch die aktuelle Entwicklung in ihrer bisherigen Haltung bestätigt und fordert umgehend Maßnahmen zur Sicherung des Schulwegs.
Bereits im politischen Entscheidungsprozess hatte die SPD als einzige Fraktion für den Erhalt der Unterführung gestimmt. Zudem hatte die SPD den Vorgang durch eine Anfrage bewusst öffentlich gemacht, nachdem die geplante Schließung ursprünglich ausschließlich nicht-öffentlich behandelt werden sollte.
„Dass das Thema nun mit voller Wucht in der Öffentlichkeit ankommt, überrascht uns leider nicht“, erklärt Jens Niklaus, Vorsitzender der SPD Gruiten. „Wir haben frühzeitig darauf hingewiesen, welche zentrale Bedeutung diese Verbindung für den Alltag in Gruiten hat – gerade für Kinder auf dem Schulweg. Jetzt zeigt sich: Die Sorgen waren mehr als berechtigt.“
Besonders kritisch sieht die SPD, dass die Sperrung offenbar ohne ausreichende, frühzeitige Information der Betroffenen und ohne tragfähiges Sicherheitskonzept für den Fuß- und Schülerverkehr erfolgt ist. Umwege, unklare Wegführungen und zusätzliche Gefahrenstellen seien für Kinder nicht akzeptabel.
Die SPD kündigt daher an, für die nächste Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Mobilität einen Dringlichkeitsantrag einzubringen, mit dem Ziel, den Schulweg kurzfristig und verbindlich zu sichern, eine klare, sichere und gut ausgeschilderte Umleitungsführung zu schaffen, sowie Verwaltung und Deutsche Bahn zu einer transparenten und verlässlichen Kommunikation gegenüber der Bürgerschaft zu verpflichten.
„Politik ist nicht dafür da, hinterher betroffen zu reagieren, sondern vorher Verantwortung zu übernehmen“, so Niklaus weiter. „Wir erwarten jetzt schnelles Handeln – im Interesse der Sicherheit und des Vertrauens der Menschen vor Ort.“


