(Gleichstellungsbeauftragte des Kreises und Geschäftsführerin des Runden Tisches). Foto: Kreis ME
Claudia Kaiser (Stabsstelle Gewaltschutz und stellvertretende Geschäftsführerin des Runden Tisches) und Jana Lihl (Gleichstellungsbeauftragte des Kreises und Geschäftsführerin des Runden Tisches). Foto: Kreis ME

Kreis Mettmann. Am 14. Februar setzt der Kreis Mettmann mit einer kreisweiten Plakataktion ein Zeichen gegen häusliche Gewalt.


An diesem Tag, der in diesem Jahr nicht nur als Valentinstag, sondern auch als weltweiter Aktionstag „One Billion Rising“ begangen wird und im Rheinland zudem mitten in der Karnevalszeit liegt, werden in allen zehn kreisangehörigen Städten Plakate mit dem internationalen SOS-Handzeichen ausgehängt. Beim SOS-Handzeichen zeigt man die offene Handfläche, legt den Daumen in die Mitte der Handfläche und klappt anschließend die vier Finger darüber.

Ziel der Aktion ist es, Bewusstsein zu schaffen, aufzuklären und konkrete Hilfewege sichtbar zu machen. Im Mittelpunkt der Plakate steht der Aufbau des SOS-Handzeichens, ergänzt durch einen QR-Code.

Dieser führt direkt zur Homepage des Runden Tisches gegen häusliche Gewalt im Kreis Mettmann (www.kreis-mettmann.de, Suchbegriff: Runder Tisch). Dort finden sich Informationen dazu, wie Menschen reagieren können, wenn sie das Handzeichen sehen sowie ein Überblick über das Hilfenetz und die umfangreichen Unterstützungsangebote im Kreis.

Das SOS-Handzeichen wird auf den Plakaten von Landrätin Dr. Bettina Warnecke und ihren beiden Stellvertreterinnen, Martina Köster-Flashar und Elke Thiele, demonstriert. Daneben sind 27 engagierte Frauen aus dem Kreis Mettmann abgebildet, die das Handzeichen ebenfalls zeigen. Sie stehen stellvertretend für Solidarität, Aufmerksamkeit und gesellschaftliche Verantwortung.

Landrätin Bettina Warnecke, Schirmherrin der Aktion, unterstreicht die Bedeutung des gemeinsamen Engagements: „Häusliche Gewalt geschieht oft im Verborgenen. Das SOS-Handzeichen kann Betroffenen eine Möglichkeit geben, unauffällig um Hilfe zu bitten. Umso wichtiger ist es, dass möglichst viele Menschen dieses Zeichen kennen.“

Der Impuls, das Thema SOS-Handzeichen im Kreis Mettmann stärker in den Fokus zu rücken, entstand im Austausch mit engagierten Frauen aus der Zivilgesellschaft. Unter anderem griff die Frauenunion die Idee frühzeitig auf und brachte sie in die weitere Vernetzung ein. Unterstützt wurde die Aktion neben den Akteurinnen des Runden Tisches darüber hinaus parteiübergreifend von zahlreichen Frauennetzwerken aus dem Kreisgebiet sowie den Gleichstellungsbeauftragten der kreisangehörigen Städte.

Die Organisation der Plakataktion lag bei den Geschäftsführerinnen des Runden Tisches gegen häusliche Gewalt im Kreis Mettmann, Jana Lihl und Claudia Kaiser. „Uns ist es wichtig, das SOS-Handzeichen kreisweit bekannter zu machen und mit konkreten Informationen zu verknüpfen“, erklärt Jana Lihl. „Wer das Zeichen sieht, soll nicht ratlos bleiben, sondern wissen: Was kann ich jetzt tun? Wo finde ich Unterstützung?“

Claudia Kaiser ergänzt: „Der QR-Code auf den Plakaten führt direkt zu unserem Hilfenetz. Dort zeigen wir, wie gut und vielfältig die Unterstützungsmöglichkeiten im Kreis Mettmann aufgestellt sind – für Betroffene, aber auch für Angehörige, Bekannte oder zufällige Beobachtende.“

Die Plakataktion wird durch eine Social-Media-Kampagne des Kreises Mettmann begleitet. Mithilfe von Beiträgen, Bildern und Informationen soll die Reichweite der Aktion erhöht und auch jüngere Zielgruppen angesprochen werden. „Bewusstsein schaffen heißt, immer wieder darüber zu sprechen – auch online“, so die Landrätin. „Jede und jeder kann dazu beitragen, dass das SOS-Handzeichen erkannt wird und Hilfe ankommt.“

Die Kampagne macht deutlich, dass häusliche Gewalt kein privates Problem ist, sondern eine gesellschaftliche Herausforderung darstellt. Der Kreis Mettmann setzt mit der Plakat- und Social-Media-Kampagne ein sichtbares Zeichen für Solidarität, Aufmerksamkeit und Hilfe.