Mettmann. Wenn sich an diesem Samstag der Karnevalszug gegen 14.11 Uhr vom Seibelparkplatz aus langsam in Bewegung setzt, haben 35 Mitarbeiter des Baubetriebshof bereits einen anstrengenden Job hinter sich.
An den neuralgischen Punkten an der Wegstrecke, an denen die kleinen und großen Narren zu Hunderten auf den „Zoch“ warten, schunkeln und ganz jeck sind, haben sie aus Sicherheitsgründen Absperrgitter
aufgestellt. Außerdem stehen an den Straßen, die auf die Zugstrecke treffen, Müllfahrzeuge, Kehrmaschinen und anderes schweres Gerät des Baubetriebshofs, um den Zug zu sichern.
Und wenn nach dem Zug die jecke Mettmanner Narrenschar auf dem Jubi, auf dem Königshofplatz und in den Mettmanner Kneipen weiter ausgelassen feiert, müssen die Mitarbeiter des Baubetriebshofs wieder ran, Absperrgitter abbauen und die Hinterlassenschaften des Zugs mit Kehrmaschinen und Besen beseitigen sowie sämtliche Sperrungen in der
Innenstadt für den Autoverkehr aufheben.
Da zu Beginn der Woche Winterwetter fürs Wochenende vorhergesagt war, hat die Leitung des Baubetriebshof dafür gesorgt, dass bei einem eventuellen Wintereinsatz der närrische Lindwurm trotzdem durch die Stadt ziehen kann. Da die Mitarbeiter nach ihrem Winterdienst nicht noch für
den Karnevalsdienst herangezogen werden könnten, da die gesetzlich vorgegeben Ruhezeiten eingehalten werden müssen, haben sich zusätzlich 35 Kollegen bereit erklärt, am Karnevalssamstag Dienst zu machen, damit der Zug auf alle Fälle ziehen kann. „Das ist keineswegs selbstverständlich
und verdient Respekt und Anerkennung. Ich danke allen Mitarbeitern, die sich dafür gemeldet haben“, sagt Bürgermeister André Bär.
Außerdem ist neben den Kollegen der Verkehrsinfrastruktur auch die Ordnungsbehörde der Stadt mit allen verfügbaren Kräften am Karnevalssamstag im Einsatz. „Wir werden zusammen mit der Polizei unterwegs sein und unter anderem darauf achten, dass der Jugendschutz eingehalten wird, dass kein Alkohol an Jugendliche ausgegeben wird“, so Marcel Neubauer, Leiter des Amtes für Sicherheit und Ordnung.
Die Vorbereitungen auf den närrischen Höhepunkt des diesjährigen jecken Treibens in der Stadt sind getroffen. Da mittlerweile auch die Meteorologen einen massiven Wintereinbruch am Wochenende ausschließen, steht dem
fröhlichen Vergnügen nichts mehr im Weg. Bleibt zu hoffen, dass es zumindest während des Zuges trocken bleibt, damit die Schminke der Närrinnen und Narren nicht verläuft und die Kostüme klitschnass werden.
Sperrung der Innenstadt für den Autoverkehr Am Samstag, 14. Februar, wird die Innenstadt ab 12 Uhr gesperrt. Dann können die Parkhäuser in der Neanderthal-Passage und der Kreissparkasse nicht mehr angefahren werden. Das Parkhaus in der Galerie Königshof ist erst ab 14.30 Uhr geschlossen. Mit der Aufhebung der Sperrungen ist gegen 17 Uhr zu rechnen.


