Velbert. Die Gewerkschaft Verdi möchte weiteren Druck aufbauen und setzt die Streiks bei den Nahverkehrsunternehmen in NRW am Dienstag, 10. März, fort. Auch in Velbert werden mehrere zentrale Linien des öffentlichen Busverkehrs komplett lahmgelegt, doch es gibt Ausnahmen.
Beschäftigte der Rheinbahn (Düsseldorf und Kreis Mettmann), von WSW Mobil (Wuppertal), der Stadtwerke Solingen, der Stadtwerke Remscheid sowie der Wupsi (Leverkusen und Bergisch Gladbach) ruft die Gewerkschaft Verdi am Dienstag zu einem ganztägigen regionalen Warnstreik auf. „Feierabend mit der Hinhaltetaktik und Verschlechterungsforderungen der Arbeitgeber. Sie vergiften das Klima in den Belegschaften. Die Arbeitgeber haben offensichtlich keine Ahnung von den Arbeitsbedingungen der Beschäftigten im Nahverkehr,“ erklärt Stephanie Peifer, Geschäftsführerin des Verdi-Bezirks Düssel-Rhein-Wupper. „Die Beschäftigten leisten hervorragende Dienstleistung für die Bürgerinnen und Bürger. Die Beschäftigten haben Anspruch auf gute und gesunde Arbeitsbedingungen. Dazu gehören angemessenen Arbeits- und Ruhezeiten,“ betont die Geschäftsführerin.
Betroffen ist damit auch der öffentliche Nahverkehr in Velbert. Von der frühesten Frühschicht bis zur spätesten Spätschicht werden laut Verdi keine Busse fahren. Wichtig: Der Betrieb von S-Bahnen und Regionalzügen ist nicht betroffen.
Die Wuppertaler Stadtwerke haben bereits darüber informiert, dass die Belegschaft der WSW Mobil dem Streikaufruf vermutlich in großen Teilen folgen werde. Die Folge: Es fahren auch in Velbert keine Busse; in Wuppertal sind zu dem die Schwebebahnen sowie die “Hol mich! App”, das Anruf-Sammeltaxi und der Taxi-Bus betroffen. Konkret für die Schlüsselstadt bedeutet der Streik, dass bei der WSW die Buslinien 627, 637, 647 und 649 ausfallen. Auch Schüler sind betroffen, denn alle E-Wagen der WSW verkehren am gesamten Tag nicht. Die Wuppertaler Stadtwerke empfehlen, sich frühzeitig über Mobilitäts-Alternativen zu informieren oder Fahrgemeinschaften zu organisieren.
Etwas anders sieht es bei der Rheinbahn aus: Das Düsseldorfer Nahverkehrsunternehmen möchte die Linien 770, 771 und 746 nach einem veröffentlichten Streikfahrplan bedienen; bei der Linie 747 kann es hingegen zu Ausfällen kommen. “Die E-Wagen von der Gesamtschule Waldschlösschen zum ZOB fahren mittags nach Velbert-Nierenhof”, teilt zudem die Stadt Velbert mit.
Dennoch: “Betroffen ist das gesamte Netz der Rheinbahn, also die Stadt Düsseldorf, der Kreis Mettmann, die Stadt Meerbusch und die Verbindungen nach Duisburg, Krefeld, Neuss und Ratingen”, so die Rheinbahn. Auch das Düsseldorfer Verkehrsunternehmen rät dazu, sich vor Fahrtenantritt über die Fahrplanauskunft in der Rheinbahn App angezeigt.
Keine Einschränkungen in Velbert gibt es bei der BVR und der Ruhrbahn sowie auf den OV-Linien – alle verkehren ohne Einschränkungen.
Was Verdi fordert, sind unter anderem Entlastungen bei der Wochenarbeitszeit: So sollen Beschäftigte laut Gewerkschaft statt 39 Stunden nur noch 37 Stunden arbeiten – bei vollem Lohnausgleich. Die Tarifverhandlungen werden ab dem 24. März in dritter Runde fortgesetzt.


