Busse am Velberter ZOB. Foto: Volkmann
Busse am Velberter ZOB. Foto: Volkmann

Kreis Mettmann. Die Gewerkschaft Verdi hat bei Nahverkehrsunternehmen aus der Region für Dienstag, 17. März, erneut zu einem Streik aufgerufen. 


Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten im Fahrdienst der WSW mobil GmbH für Dienstag, 17. März, zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Das teilen nun auch Wuppertaler Stadtwerke mit. Die ÖPNV-Nutzer müssen sich laut Nahverkehrsunternehmen darauf einstellen, dass an diesem Tag keine Busse und Schwebebahnen verkehren und die Angebote “Hol mich! App”, “AnrufSammelTaxi” und “TaxiBus” nicht zur Verfügung stehen.

Die WSW empfehlen ihren Kundinnen und Kunden, sich frühzeitig über Mobilitäts-Alternativen zu informieren oder Fahrgemeinschaften zu organisieren. Die Kundencenter sind vom Warnstreik nicht betroffen.

“Bei der WSW mobil GmbH entfallen die Buslinien 627, 637, 647 und 649 sowie sämtliche E-Wagen ganztägig”, teilt die Stadt Velbert mit.

Auch seitens der Rheinbahn gibt es nun Informationen: Demnach fahren keine U-Bahnen oder Straßenbahnen und nur wenige Buslinien. Der Streik beginne am Dienstag um 3 Uhr und solle 24 Stunden dauern. “Betroffen ist das gesamte Netz der Rheinbahn, also die Stadt Düsseldorf, der Kreis Mettmann, die Stadt Meerbusch und die Verbindungen nach Duisburg, Krefeld, Neuss und Ratingen”, so die Rheinbahn. Dort wird man – wie bei den Streiks zu vor – einige Buslinien voraussichtlich aufrechterhalten können, darunter die 746 durch Velbert, Wülfrath und Mettmann. Auch die Rheinbahn rät jedoch dazu, sich vor Fahrtantritt über den Online-Fahrplan oder per App zu informieren.

Die Rheinbahn bedient neben der 746 unter anderem die Linien 770, 771 und 746 nach einem veröffentlichten Streikfahrplan. “Auf der Linie 747 kann es zu einzelnen Ausfällen kommen”, so die Stadt Velbert. “Auch die E-Wagen von Wülfrath zur Gesamtschule Waldschlösschen entfallen. Fahrgäste können alternativ die Busse der Linie 746 nutzen”.

Die E-Wagen zur und von der Gesamtschule Waldschlösschen zum ZOB verkehren ohne Einschränkungen. Auch die Mittagsfahrten nach Velbert‑Nierenhof finden wie gewohnt statt.

Die Gewerkschaft Verdi ruft somit rund eine Woche vor der dritten Runde der Tarifverhandlungen (ab dem 24. März) zu einer weiteren Arbeitskampfmaßnahme auf, um den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen. Bereits am vergangenen Dienstag hatten Mitarbeiter von Nahverkehrsunternehmen die Arbeit niedergelegt. Von Verdi Rhein-Wupper hieß es hierzu: „Wenn die Arbeitgeber so weiter machen, erzeugen sie wider besseres Wissen einen Flächenbrand. Es kocht in den Belegschaften,“ so Stephanie Peifer, Geschäftsführerin des Verdi-Bezirks. Sie unterstellt den Arbeitgebern eine “Ignoranz der Fakten”. Streiks seien das einzige Mittel sind, um zu einem Tarifergebnis zu kommen.

Die Buslinien der BVR, der Ruhrbahn sowie die OV-Linien fahren planmäßig ohne Einschränkungen.

Auch diesmal gilt zudem: Regional- und S-Bahnen sind vom Streik nicht betroffen.