Zu dem Brandeinsatz kam es am Eichendorffweg. Foto: FW Erkrath
Zu dem Brandeinsatz kam es am Eichendorffweg. Foto: FW Erkrath

Erkrath. Die Feuerwehr Erkrath ist am Dienstag, 30. Juni, gegen kurz vor 13 Uhr zu einem Brand in einem Mehrfamilienhaus am Eichendorffweg gerufen worden. 


In einer Küche sollte es brennen, so die erste Informationen, welche die Feuerwehr erhalten hat. “Beim Eintreffen war an der Vorderseite des Gebäudes im Bereich des Laubenganges am
Übergang zum Treppenhaus eine starke Rauchentwicklung sichtbar. Noch während des
Aufbaus des ersten Löschangriffs zündete die gesamte Wohnung im zweiten Obergeschoss durch, so dass es zu einer massiven Flammenbildung aus den Oberlichtern auf den Laubengang sowie auf der Gebäuderückseite auf dem Balkon kam”, hieß es.

Die Flammen schlugen dort zeitweise bis zum vierten Obergeschoss hoch. Umgehend wurde ein C-Rohr zur Innenbrandbekämpfung und ein weiteres Löschrohr über die Drehleiter von außen vorgenommen. Auf der Gebäuderückseite musste zur Verhinderung eines Flammenüberschlages ein B-Rohr im Außenangriff vorgenommen werden.

“Erschwerend kam beim Einsatz dazu, dass im und am Gebäude zurzeit umfangreiche
Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden und das Gebäude auf der Vorderseite
vollständig eingerüstet ist. Da sich die Brandwohnung am direkten Zugang vom Laubengang zum Treppenhaus befand und die Flammen auch in den Treppenraum schlugen, mussten insgesamt zwölf Personen von der Feuerwehr über das Gerüst sowie über tragbare Leitern und durch den Treppenraum gerettet werden”, hieß es weitet.

Die Brandbekämpfung gestaltete sich laut Feuerwehr aufgrund der hohen Brandtemperatur im
Treppenraum und auf dem Laubengang für die vorgehenden Atemschutztrupps sehr
schwierig. Da mehrere Menschen Rauchgase eingeatmet hatten, wurde zusätzlich das
Einsatzstichwort “NA 5” zur notärztlichen Versorgung von fünf Verletzten ausgelöst. Insgesamt wurden Menschen notärztlich untersucht und behandelt. Acht von ihnen, davon drei leichtverletzte Feuerwehrangehörige, wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Es entstand erheblicher Sachschaden. Die Brandwohnung wurde vollständig zerstört
und ist unbewohnbar. Da das Treppenhaus erheblich mit Brandrauchrückständen
kontaminiert ist und auch die über und neben der Brandwohnung gelegenen Wohnungen stark in Mitleidenschaft gezogen wurden, konnten die 87 Mieterinnen und Mieter nicht in ihre Wohnungen zurückkehren. Da nicht alle Hausbewohner bei Bekannten oder Verwandten unterkommen konnten, hat das DRK Erkrath eine Betreuungsstelle für etwa 40 Menschen in einer Turnhalle eingerichtet.

Zur Brandursache konnte die Feuerwehr keine Angaben machen. Die Kreispolizeibehörde
Mettmann hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Schadenhöhe wird in einem sechsstelligen Bereich liegen.