Grundsteinlegung am Mettmanner Klinik: EVK-Geschäftsführerin Jessica Llerandi Pulido (l.) mit Landrätin Bettina Warnecke und NRW-Minister Karl-Josef Laumann. Foto: EVK Mettmann
Grundsteinlegung am Mettmanner Klinik: EVK-Geschäftsführerin Jessica Llerandi Pulido (l.) mit Landrätin Bettina Warnecke und NRW-Minister Karl-Josef Laumann. Foto: EVK Mettmann

Mettmann. In Zeiten der angespannten Situation für Krankenhäuser, die zuletzt durch das Beitragsstabilisierungsgesetz weiter verschärft wurde, sind Termine wie der am 13 . Juli am Evangelischen Krankenhaus Mettmann ein Lichtblick.


Im Beisein des NRW-Gesundheitsministers Karl-Josef Laumann, der Landrätin des Kreises Mettmann, Bettina Warnecke, und Mettmanns Bürgermeister André Bär legte Geschäftsführerin Jessica Llerandi Pulido den Grundstein für den durch das Land NRW mit 33,3 Millionen Euro geförderten Neubau am EVK Mettmann. Das teilt die Klinikverwaltung mit.

In ihrer Rede bedankte sich die Geschäftsführerin ausdrücklich für die Fördersumme, mit der das Land NRW ein starkes Zeichen setze. „Sie investieren nicht nur in ein Gebäude. Sie investieren in die Zukunft der Gesundheitsversorgung“ so Llerandi Pulido, die ihre Worte direkt an den Gesundheitsminister richtete. Die Zeiten für Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen seien extrem herausfordernd, gleichzeitig brauche das Gesundheitswesen Veränderungen und neue Strukturen. Dennoch, so die EVK-Geschäftsführerin, sei Sie davon überzeugt, dass Wirtschaftlichkeit und Qualität keine Gegensätze seien.

Neues Klinikgebäude entsteht in Mettmann bis 2028

Am EVK Mettmann entsteht bis 2028 ein neues viergeschossiges Gebäude, das den Ansprüchen einer modernen Gesundheitsversorgung der Zukunft gerecht werden soll. Mit dem Neubau unterstreicht das Mettmanner Krankenhaus seine wachsende Bedeutung als sicherer Gesundheitsversorger und Arbeitgeber in der Region. Die Grundsteinlegung markiere laut Llerandi Pulido einen Neuanfang, der für Hoffnung, Zukunft und Vertrauen stehe. Er steht zudem „für den Mut heute Entscheidungen zu treffen, die auch noch Generationen nach uns zu Gute kommen“, so die Krankenhauschefin weiter.

Der Neubau, der bis zum Beginn des Jahres 2028 fertig gestellt und in Betrieb genommen werden soll, umfasst vier Stockwerke mit der Option zur Aufstockung. In Zukunft sollen dort die Kliniken für Neurologie und Geriatrie mit insgesamt 52 Betten und zugehöriger Funktionsdiagnostik untergebracht werden. Auch die Zentralküche und die Krankenhauslogistik beziehen den Neubau, technische Infrastruktur wird zudem im Kellergeschoss Einzug halten.

Wie wichtig diese Entwicklungen am EVK Mettmann sind, zeigte auch der Besuch des Gesundheitsministers, der in seinem Grußwort lobende Worte für das EVK Mettmann fand. „Das EVK Mettmann hat trotz der durch die Krankenhausschließungen im Umfeld deutlich gestiegene Arbeitsbelastung in der Patientenversorgung nie geklagt, sondern einfach gemacht. Dafür sage ich danke!“ Lobend betonte er auch, die Zielstrebigkeit bei der Umsetzung der Strukturmaßnahmen nach Eingang des Bewilligungsbescheids. „In Mettmann wird heute ein Grundstein gelegt, während sich anderswo nach Eingang dieser Bescheide viel zu lang gar nichts tut. Danke für diese konsequente Umsetzung“. Er wolle, so Laumann, die Anzahl freigemeinnütziger Häuser nicht verkleinern, denn „die Werte des christlichen Glaubens gehörten in die DNA eines Krankenhauses“. Abschließend wünschte er allen an dem Neubau Beteiligten eine gute Bauphase und versprach, die Entwicklungen in der Krankenhauslandschaft weiter im Auge zu haben.

Nachhaltigkeit ein Kernthema

Der Neubau am Mettmanner Krankenhaus soll Funktionalität und modernes Design kombinieren, darüber hinaus muss ein festgelegter Anteil der Fördersumme in klimaanpassende Maßnahmen wie eine Holzfassade, Fassadenbegrünung, Retentionsflächen, Hitze- und Kälteschutz investiert werden. Auf dem Dach, das ebenfalls begrünt wird, wird zudem eine Photovoltaiganalge verbaut.

In 2028 sollen dann die ersten Patienten auf den knapp 35qm großen Zimmern aufgenommen werden. „Wir hoffen, dass wir weiterhin gut im Zeitplan bleiben und ich weiß, dass der Zeitdruck, den ich als Geschäftsführerin immer wieder einfordere, nicht immer einfach ist. Doch jeder Tag, den wir gewinnen, ist ein Gewinn für unsere Patienten, die in Zukunft in einer modernen Infrastruktur und optimalen räumlichen Bedingungen medizinisch versorgt werden können“, so Llerandi Pulido. Sie dankte alle an Bauprozess Beteiligten, nutze aber auch zugleich den wertschätzenden Besuch des Gesundheitsministers, um noch einmal einen klaren Appell an die Politik zu richten, dass Krankenhäuser “verlässliche Rahmenbedingungen benötigen, um eine gute Versorgung der Menschen in ihren Einzugsgebieten zu gewährleisten”.