Menschen tanzen in einer Disco. Foto: pixabay/Symbolbild
Menschen tanzen in einer Disco. Foto: pixabay/Symbolbild

Velbert. Ein aktueller Betrugsfall aus Velbert zeigt: Wer Eintrittskarten für Konzerte, Festivals, Sportveranstaltungen oder andere Events im Internet kauft, sollte besonders aufmerksam sein.


„Immer wieder werden Käuferinnen und Käufer beim Onlinekauf betrogen“, so die Kreispolizeibehörde Mettmann. Vergangene Woche wollte eine 19-jährige Velberterin Tickets für ihre Lieblingsband zu kaufen.

„Nachdem sie der vermeintlichen Verkäuferin, die die Karten bei TikTok anbot, das Geld überwies, erhielt sie bei dem Versuch, die Tickets zu downloaden, eine Fehlermeldung“, hieß es. Die Betrügerin wiederum forderte die junge Velberterin dazu auf, erneut Geld für eine Bearbeitungsgebühr für den Tickettausch zu überweisen. Die 19-Jährige wurde misstrauisch und erstattete eine Anzeige. Nun ermittelt die Kriminalpolizei.

„Leider ist das kein Einzelfall“, teilt die Polizei mit. Gerade bei beliebten oder schon ausverkauften Events nutzten Betrügerinnen und Betrüger die hohe Nachfrage gezielt aus, böten vermeintlich günstige Tickets bei Onlineplattformen, auf Social Media oder gefälschten Websites an.

„Nach der Bezahlung antworten die Täterinnen und Täter meistens nicht mehr. In anderen Fällen erhalten die Geschädigten gefälschte oder bereits mehrfach verkaufte Eintrittskarten, die am Einlass ungültig sind“, erklärt die Kreispolizei. Dort rät man dazu, Tickets – sofern möglich – nur über offizielle Vorverkaufsstellen oder autorisierte Verkaufsplattformen zu kaufen.

„Seien Sie misstrauisch, wenn Tickets deutlich günstiger angeboten werden oder Verkäuferinnen oder Verkäufer besonderen Zeitdruck aufbauen“, mahnt die Polizei. Zudem solle man nur sichere Zahlungsmethoden mit Kaufschutz nutzen und auf Vorkasse per Überweisung verzichten.

Für die Sozialen Medien gilt zudem: „Klicken Sie nicht auf Links aus Nachrichten oder in Social Media Posts, sondern rufen Sie die Webseiten der Ticketanbieter direkt auf.“

Wer den Verdacht habe, betrogen worden zu sein, solle die Bank kontaktieren, um die Zahlung nach Möglichkeit noch stoppen zu lassen. Danach solle man die Polizei informieren.