Die Gleichstellungsbeauftragen des Kreises unterstützen die Aktion des SKFM. Foto: Henrike Ludes-Loehr

Kreis Mettmann. In vielen Städten des Kreises Mettmann werden in den kommenden Wochen Bodenaufkleber auf die Möglichkeit der anonymen Spurensicherung nach sexualisierter Gewalt aufmerksam machen.


Die vom SKFM Mettmann entwickelten Aufkleber werden an gut sichtbaren, öffentlich zugänglichen Stellen angebracht und informieren über das Angebot. Über einen QR-Code gelangen Betroffene und Interessierte direkt zu weiterführenden Informationen.

Die Aktion wird von den Gleichstellungsbeauftragten der kreisangehörigen Städte unterstützt. Darauf verständigten sie sich bei ihrer Konferenz im Wilhelm-Fabry-Museum in Hilden. Erstmals nahm auch die neue Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Langenfeld, Sylvia Hummer, an dem Treffen teil.

Die anonyme Spurensicherung ermöglicht es Betroffenen einer Sexualstraftat, mögliche Tatspuren zeitnah sichern zu lassen, ohne sofort Anzeige erstatten zu müssen. Die Spuren werden vertraulich aufbewahrt, sodass Betroffene später in Ruhe entscheiden können, ob sie rechtliche Schritte einleiten möchten. Das Angebot steht allen Betroffenen sexualisierter Gewalt offen.

Ein fester Tagesordnungspunkt der Konferenz war erneut das Thema Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Die Teilnehmerinnen tauschten sich über aktuelle Entwicklungen, Präventionsmaßnahmen und Unterstützungsangebote aus.

„Gerade nach einer Gewalterfahrung brauchen Betroffene Zeit, Sicherheit und verlässliche Unterstützung. Die Möglichkeit einer anonymen Spurensicherung kann dazu beitragen, wichtige Beweise zu sichern und den Druck einer sofortigen Entscheidung zu nehmen“, betonen die Gleichstellungsbeauftragten.

Weitere Informationen zur anonymen Spurensicherung, zu den kooperierenden Kliniken sowie zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten gibt es beim SKFM Mettmann.