Velbert. In Velbert haben am Donnerstag, 23. Juli, zwei unbekannte Täter mehrere Smartphones aus der Freenet-Filiale gestohlen. Die Kriminalpolizei bittet um Hinweise.
Gegen 10:30 Uhr betraten laut Kreispolizeibehörde zwei junge Männer den Handyladen an der Friedrichstraße in Höhe der Kurze Straße und rissen mehrere Smartphones von den Sicherheitskabeln. Anschließend rannten die Täter mit ihrer Beute in einem Gesamtwert von ungefähr 6.000 Euro in Richtung Kurze Straße davon. Ein Mitarbeiter des Ladens rief die Polizei. Nachdem eine Fahndung ohne Erfolg verlief, hofft die Polizei nun auf Hinweise. Einer der Täter war ungefähr 1,75 Meter und der andere 1,90 Meter groß. Sie waren zwischen 20 und 25 Jahre alt und trugen schwarz-weiße Caps und schwarz-weiße Trainingsjacken.
Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei in Velbert unter 02051 946-6110 jederzeit entgegen.
Mobilfunkläden im Visier
Dass es insbesondere in Mobilfunkgeschäften zu Einbrüchen oder Diebstählen kommt, ist keine Seltenheit. In der Branche sei das durchaus immer wieder ein Thema, erklärt der Freenet-Filialleiter Ridvan Yaman der als Franchisenehmer für den Standort in der Velberter Innenstadt verantwortlich ist. Die Tat habe sich am Donnerstag innerhalb weniger Minuten ereignet. „Ich war 15 Minuten weg, um mein Auto umzuparken – in dieser Zeit ist es passiert“. Ein Auszubildener war allein im Laden, sah sich mit dem Tatablauf und den Täter konfrontiert. Ohne schlimmere Folgen. „Er hat das trotz seines jungen Alters richtig gut verpackt“, lobt Yaman seinen Azubi. Zugleich gibt er zu bedenken, dass in solchen Situationen ungewiss sei, wie sich eine Tat entwickeln können. „Man kann den Menschen nicht hinter die Stirn schauen“. Soll heißen: konfrontiert man die Täter statt sie ziehen zu lassen, könne es auch gefährlich werden. „Man weiß einfach nicht, was sie in den Taschen stecken haben“, so Yaman.
Unverständnis zeigt der 38-Jährige, der seit rund 20 Jahren in der Branche arbeitet, für die Tat an sich. Das Duo hatte es in Velbert auf Vorführgeräte abgesehen und die seien meist ohnehin mit Demo-Software ausgestattet, könnten – je nach Hersteller – sogar per Fernverbindung gesperrt werden. Groß sei der Wert vor allem als Hehlerware nicht. „Oft werden die Geräte dann für Ersatzteile ausgeschlachtet“, so Ridvan Yaman. Am aktuellen Standort war es die erste Tat dieser Art. Ein Video zeigt die Täter. „Die waren nicht einmal vermummt, trugen nur Base-Caps. Man könnte sie also erkennen“, so Yaman.
Der Filialleiter vermutet daher, dass die beiden Täter womöglich gar nicht aus Velbert kommen könnten. Ähnliche Taten kenne Yaman aus Gesprächen mit Verantwortlichen aus anderen Filialen. Und letztlich hatten er und sein Auszubildener Glück im Unglück: Bis auf den Wert der Smartphone sei es zu keinen Schäden gekommen – auch das geht anders, wie vergangenen Einbrüche in Mobilfunkläden in der Velberter Innenstadt zeigen. Unter anderem durch Einbrüche gingen Schaufenster oder Türen zu Bruch oder wurden beschädigt. Mit teuren Folgen für die Einzelhändler oder deren Versicherungen.


