Am 28. Juli hat die Übung stattgefunden. Foto: FW Wülfrath
Am 28. Juli hat die Übung stattgefunden. Foto: FW Wülfrath

Wülfrath. Eine anspruchsvolle Rettungsübung auf dem Betriebsgelände von Lhoist hat die Freiwillige Feuerwehr Wülfrath gemeinsam mit dem unternehmenseigenen Sanitätsdienst durchgeführt.


„Im Mittelpunkt stand die Rettung eines verletzten Mitarbeiters aus einem rund 70 Meter tiefen Pumpenschacht im Abbaugelände des Kalk- und Dolomitherstellers“, berichtet Benjamin Hann, Leiter der Wülfrather Feuerwehr.

Das Übungsszenario: Bei einer Routinekontrolle der Pumpen, die das Abbaugelände vom Grundwasser freihalten, knickte ein Mitarbeiter um und zog sich eine offene Fraktur zu. Sein Kollege setzte umgehend einen Notruf ab. Daraufhin alarmierte die Notfallmeldezentrale den Lhoist-Sanitätsdienst, die Kreisleitstelle von Feuerwehr und Rettungsdienst sowie den zuständigen Hauptbetriebsleiter und die Arbeitssicherheit.

Über einen Lotsen wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr zum Unfallort geführt. Dort stellte sich heraus, dass eine Rettung nicht über die Pumpenstation, sondern ausschließlich über einen 70 Meter tiefen Pumpenschacht möglich war. Unterstützt durch den Hauptbetriebsleiter Aufbereitung, Matthias Buchmann, öffneten die Einsatzkräfte den Schacht und errichteten ein Paratech-Dreibeingestell. Mithilfe einer Schleifkorbtrage wurde der Verletzte sicher nach oben gezogen und anschließend von einer Notfallsanitäterin des Lhoist-Sanitätsdienstes erstversorgt.

Werkleiter Gabor Lang zeigte sich mit dem Ablauf der Übung sehr zufrieden. Besonders hob er das reibungslose Zusammenspiel aller Beteiligten und die funktionierenden betrieblichen Notfallpläne hervor. Auf dem weitläufigen Werksgelände sorgen festgelegte Alarm- und Lotsenkonzepte dafür, dass Einsatzkräfte schnell und sicher an den jeweiligen Einsatzort gelangen.

Auch die Feuerwehr Wülfrath zog ein positives Fazit: „Solche gemeinsamen Übungen stärken die Zusammenarbeit zwischen unternehmensinternem Sanitätsdienst und öffentlicher Gefahrenabwehr und tragen dazu bei, im Ernstfall schnell und sicher handeln zu können“, hieß es.

Zum Abschluss vereinbarten beide Seiten, die gemeinsame Ausbildung mit weiteren Übungen fortzusetzen.